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Torhüter Kobel wechselt vom VfB Stuttgart zum BVB

Dortmund (dpa)

Von dpa

Stuttgarts Gregor Kobel hält den Ball. Foto: Matthias Balk/dpa/archivbild

Der Wechsel von Torhüter Gregor Kobel aus Stuttgart nach Dortmund ist perfekt. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag mitteilte, erhält der 23 Jahre alte Schweizer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Dem Vernehmen nach zahlt die Borussia, bei der neben Kobel in Roman Bürki und Marwin Hitz bereits zwei weitere eidgenössische Keeper auf der Gehaltsliste stehen, eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro an den VfB. «In ihm sehen wir großes Potenzial. Gregors Zielstrebigkeit, sein Ehrgeiz und seine Konstanz sind bemerkenswert, das Profil seines Torhüterspiels passt zu uns», kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Einen Teil dieser Summe will der Revierclub durch den Verkauf von Roman Bürki refinanzieren. Der bis 2023 vertraglich gebundene 30-Jährige hatte seinen Stammplatz nach rund sechs Jahren an Marwin Hitz (33) verloren, ihn aber im Pokal-Endspiel und im Saisonendspurt fehlerlos vertreten. Hitz hatte sich am 32. Spieltag verletzt und war in den letzten Saisonspielen ausgefallen. Sein Vertrag war erst Ende Februar bis 2023 verlängert worden.

Der 1,94 Meter große Kobel ist deutlich jünger als Bürki und Hitz und gilt als Schlussmann mit großem Entwicklungspotenzial. Die abgelaufene Spielzeit beendete er mit Aufsteiger Stuttgart auf Tabellenplatz 9 und kam in 33 von 34 Liga-Partien zum Einsatz. Derzeit bereitet er sich mit der Schweizer Nationalmannschaft auf die EM vor. Kobel ist nach dem 17 Jahre alten Abwehrspieler Soumalia Coulibaly von Paris Saint-German der bisher zweite Dortmunder Neuzugang für die kommende Saison.

«Man kann auf dem Platz sehen, dass ich ein sehr emotionaler Typ bin. Nach der Pandemie vor mehr als 80.000 Zuschauern in Dortmund auf dem Rasen zu stehen, in dieser Atmosphäre - dem fiebere ich schon jetzt entgegen», sagte Kobel.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat bedankte sich beim scheidenden Kobel: «Gregor hat unsere Erwartungen seit seinem Wechsel zu uns mehr als erfüllt und sich zu einem der besten Torhüter der Liga entwickelt. Gregor hat nicht nur in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern war auch in Sachen Ausstrahlung, Professionalität und Teamgeist ein wichtiger Faktor für uns.» Als möglichen Kobel-Ersatz beim VfB gilt laut Medienberichten Florian Müller, der beim FSV Mainz 05 unter Vertrag steht und zuletzt an den SC Freiburg ausgeliehen war.

Nutznießer des Transfers ist auch TSG 1899 Hoffenheim. Nach dpa-Informationen erhält der Bundesliga-11. einen Nachschlag von knapp über zwei Millionen Euro. Die Hoffenheimer hatte bereits etwa vier Millionen für den Wechsel Kobels nach Stuttgart erhalten.

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