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SZ: Ministerin kann Daten zu Laschet nicht liefern

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Ursula Heinen-Esser (CDU), Umweltministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marius Becker/dpa

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) kann nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» nicht mehr rekonstruieren, an welchen Tagen sie um welche Uhrzeit mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Telefon über das heraufziehende Hochwasser gesprochen hat. «Genauere Daten lassen sich rückblickend nicht darstellen», sagte die Ministerin demnach der SZ (Samstag). Ihr fehlten die Handydaten.

Während einer Sitzung des Umweltausschusses des NRW-Landtagsam 9. August hatte Heinen-Esser auf Fragen der SPD-Opposition, ab wann sie mit Laschet über das Hochwasser gesprochen habe, geantwortet: «Das muss ich Ihnen nachreichen.» Sie habe sich aber regelmäßig mit Laschet kurzgeschlossen.

Schon mehrere Tage vor dem Unwetter habe es Hinweise auf erhebliche Unwetter von einem europäischen Frühwarnsystem gegeben, hatte der Grünen-Abgeordnete Norwich Rüße in der Sitzung gesagt. Da hätte das Ministerium bereits vom Schlimmsten ausgehen müssen statt bloß abzuwarten, kritisierte er.

Nach Angaben der Ministerin hatte es am 12. Juli eine erste Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor heftigem, ergiebigem Regen für 25 Landkreise an das Landesumweltamt gegeben. Erst am 14. Juli seien aber erste Überschreitungen der Pegelinformationsstände festgestellt worden. Sie selbst sei fortlaufend informiert worden.

Die Zahl der Todesopfer bei der Flutkatastrophe hat sich in Nordrhein-Westfalen mittlerweile auf 48 erhöht. Ein Mann, der lange im Krankenhaus gelegen habe, sei seinen Verletzungen erlegen, die er bei der Flut erlitten habe, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Freitag. Er sei bereits am 3. August gestorben.

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