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Strom in NRW auf dem Land etwas teurer als in der Stadt

Düsseldorf (dpa/lnw)

Zwischen Stadt und Land fällt die Stromrechnung unterschiedlich aus: Wer in einer ländlichen Gegend wohnt, zahlt meist mehr. Im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ist der Unterschied mit durchschnittlich einem Prozent vergleichsweise gering.

Von dpa

Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Bei ihren Stromkosten müssen in Nordrhein-Westfalen Haushalte auf dem Land nur etwas tiefer in die Tasche greifen als Verbraucher in den Städten. Nach Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check 24 ist im Durchschnitt Strom auf dem Land etwa 1 Prozent teurer als in der Stadt. Das mache bei einem Jahresverbrauch von 4250 Kilowattstunden eine Differenz von 13 Euro aus. Das Preisgefälle in NRW hat sich damit abgeschwächt. Vor einem Jahr hatte das Portal Mehrkosten von knapp 27 Euro für Verbraucher auf dem Land ermittelt.

In anderen Bundesländern ist der Abstand größer. Den höchsten Preisunterschied gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, wo Haushalte auf dem Land durchschnittlich 121 Euro mehr zahlen als in der Stadt. Das ist ein Preisplus von 10 Prozent. Im Saarland werden Haushalte im ländlichen Raum mit 113 Euro höher belastet, in Schleswig-Holstein mit 82 Euro. Nur in Rheinland-Pfalz und Hessen ist Strom in der Stadt leicht teurer als auf dem Land.

Ein Grund für die Preisunterschiede seien die Netznutzungsentgelte, betonen die Marktbeobachter. Sie machen ein gutes Viertel des Strompreises aus. In weniger stark bewohnten Gebieten würden die Kosten auf weniger Einwohner verteilt und fielen deshalb pro Haushalt höher aus. Nordrhein-Westfalen gehörte nach Angaben der Bundesnetzagentur 2020 zu den Bundesländern mit den niedrigsten Netzkosten.

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