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Prozesse

Streit um Immendorffs Erbe: Neuer Anlauf vor Gericht

Vor 14 Jahren starb mit Jörg Immendorff einer der bekanntesten zeitgenössischen Maler Deutschlands. Der Streit um seinen Nachlass ist immer noch nicht geklärt. Nun gibt es einen neuen Anlauf vor Gericht.

dpa

Der Künstler Jörg Immendorff in seinem Atelier. Foto: Horst Ossinger

Düsseldorf (dpa) - 14 Jahre nach dem Tod von Jörg Immendorff (1945-2007) versucht die Justiz erneut, den Streit um das Erbe des Künstlers zu beenden. Vor dem Landgericht Düsseldorf ist am heutigen Dienstag (13.00) eine mündliche Verhandlung angesetzt. Streitparteien sind ein unehelicher Sohn Immendorffs und die Witwe des Künstlers.

Der inzwischen 22 Jahre alte Sohn hat Anspruch auf seinen Pflichtteil, das ist unumstritten. Komplizierter ist die Frage, wieviel Geld das ist. Vier Jahre hat ein vom Gericht beauftragter Gutachter gebraucht, um den Verkehrswert der 6500 Kunstwerke im Nachlass Immendorffs zu ermitteln.

Die Witwe des Künstlers hatte schon vor acht Jahren 1,1 Millionen Euro an Immendorffs Sohn gezahlt und später einen weiteren sechsstelligen Betrag angeboten. Der damalige Anwalt des Sohnes hatte aber insgesamt vier Millionen Euro gefordert.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-267416/2

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