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SPD fordert Luftfilter in allen Kitas: Land soll investieren

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Ein Verkehrsschild mit dem Hinweis «Kindergarten» steht vor einer Kindertagesstätte. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Alle Kindergärten brauchen aus Sicht der nordrhein-westfälischen SPD-Opposition schleunigst Luftfilter zum Schutz gegen das Coronavirus. Zuallererst müsse in Gruppen- und Schlafräumen dafür gesorgt werden, forderte der familienpolitische Sprecher der Fraktion, Dennis Maelzer, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Kita-Träger hätten nicht die Mittel, um diese wichtige Aufgabe zu stemmen. Daher solle die Landesregierung sich zentral um zügige Ausschreibungen und Beschaffung kümmern, sagte Maelzer. «Luftfilter sind eine Investition in die Zukunft.»

Die SPD forderte darüber hinaus, das Alltagshelfer-Programm weiterzuführen. In den landesweit etwa 10.500 Kitas gibt es nach Zahlen des NRW-Familienministeriums rund 5000 Alltagshelfer, die das pädagogische Fachpersonal etwa bei der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren sowie bei der Zubereitung von Essen entlasten. Das im Sommer 2020 gestartete Programm läuft Ende Juli aus.

Maelzer kritisierte erneut den stockenden Ausbau der Kindergartenplätze für kleinere Kinder unter drei Jahren (U3). Für das neue Kita-Jahr 2021/22 plane die CDU/FDP-Landesregierung derzeit nur knapp 3350 neue U3-Plätze. Noch nie seit Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz seien so wenige zusätzliche Plätze geschaffen worden. Im laufenden Kita-Jahr seien noch gut 5200 U3-Plätze neu dazugekommen und in den Vorjahren sogar jeweils um die 10.000.

Bei den unter Dreijährigen liege der Bedarf in NRW bei 48 Prozent dieser Altersgruppe, gedeckt seien aber nur 40 Prozent, sagte Maelzer. Zusätzlich zu den vorhandenen Plätzen müsse ein Fünftel oben drauf kommen. Nach Angaben des Familienministeriums gibt es derzeit in NRW für unter Dreijährige rund 143.300 Plätze in Kindertageseinrichtungen und rund 64.400 Plätze bei Tageseltern.

Die Sozialdemokraten forderten außerdem mehr Familienbüros, um junge Familien bei der Suche nach Angeboten, beim Ausfüllen von Anträgen und beim Übergang in die Kita oder Schule zu unterstützen sowie zusätzlich Familienzentren an Grundschulen.

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