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Schwangere mit Messerstichen getötet: Angeklagter schweigt

Dortmund (dpa/lnw)

Ein 24-jähriger Mann aus Bergkamen soll in Hamm seine schwangere Freundin mit 76 Messerstichen getötet haben. Das Motiv gibt Rätsel auf. Denn der Angeklagte schweigt auch vor Gericht.

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Vor dem Dortmunder Schwurgericht hat am Dienstag der Totschlagsprozess gegen einen 24-jährigen Deutschen aus Bergkamen begonnen. Der Angeklagte soll am 14. Januar seine schwangere Freundin auf einem Parkplatz in Hamm erstochen haben. Bei der Obduktion der Leiche zählten die Rechtsmediziner 76 Stiche und Schnitte. Unter anderem hatte der Täter dem Opfer die Kehle durchgeschnitten. Die Frau war unmittelbar am Tatort verblutet.

Neben dem mutmaßlichen Totschlag wirft die Anklage dem 24-Jährigen zwei Vergewaltigungen einer früheren Freundin in Bergkamen vor. Diese Taten sollen sich im Dezember 2018 und Juni 2019 ereignet haben. Auch dazu will sich der Angeklagte aber im Prozess zunächst nicht äußern.

Der Angeklagte hatte sich nach der Bluttat bei einer Verwandten gemeldet und ihr gegenüber erklärt, er habe «etwas Schlimmes» gemacht. Bei seiner späteren Festnahme räumte er gegenüber der Polizei ein, seine schwangere Freundin erstochen zu haben. Seitdem macht er jedoch keine weiteren Angaben.

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