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Schwangere eingesperrt und misshandelt: Angeklagter schweigt

Dortmund (dpa/lnw)

Ein 24-jähriger Mann soll in Dortmund seine schwangere Freundin tagelang eingesperrt und immer wieder brutal misshandelt haben. Zu Prozessbeginn werden die dramatischen Folgen bekannt.

Von dpa

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen einen 24-jährigen Mann begonnen, der seine Freundin tagelang eingesperrt und misshandelt haben soll. Dass seine Partnerin in der 14. Woche schwanger war, soll den Angeklagten nicht davon abgehalten haben, sie mit einem Barhocker, einem Gürtel und einer Zeltstange zu schlagen. Darüber hinaus habe er der Frau in den Bauch getreten und ihr mit einem Butterfly-Messer in die Hand gestochen, heißt es in der Anklageschrift.

Nach ihrer Befreiung aus der gemeinsamen Wohnung wurde die Schwangere Anfang Dezember 2020 ärztlich untersucht. Dabei stellten die Mediziner mehrere Knochenbrüche an den Händen fest. Die Nase war angebrochen und mehrere Zähne waren entweder locker oder ausgeschlagen worden. Darüber hinaus war das ungeborene Kind laut Staatsanwaltschaft im Mutterleib so schwer verletzt worden, dass ein Schwangerschaftsabbruch unvermeidlich war.

Der Angeklagte hat sich zu Prozessbeginn noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Verteidiger erklärte jedoch, dass dies an einem der folgenden Verhandlungstage nachgeholt werden solle.

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