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Schäden in Flutgebieten

Provinzial muss mehr als eine Milliarde Euro zahlen

Münster (dpa)

Mehr als zehn Mal so viel wie beim „Jahrhundertregen“ 2014 in Münster: Die jüngsten Unwetterschäden werden für den Versicherer Provinzial teuer.

Von dpa

Das Gebäude der Provinzial-Versicherung in Münster. Foto: Bernd Thissem/picture alliance/dpa/Symbolbild

Die Kunden hätten für das Hochwasser konzernweit bisher 36.246 Schäden mit einem Volumen von 1,02 Milliarden Euro gemeldet, teilte Provinzial am Freitag in Düsseldorf mit. Diese Summe wird die Assekuranz auf jeden Fall zahlen. Vermutlich wird es noch mehr: Die Summe kann nach Unternehmensangaben noch auf bis zu 1,5 Milliarden Euro anwachsen, wenn Schäden aufwendiger zu beheben sind als zunächst gedacht. 0,16 Milliarden Euro hat die Provinzial schon ausgezahlt, der Rest kommt noch.

In den allermeisten Fällen geht es um Sachversicherungen, vor allem Gebäude und Hausrat. Ein kleiner Teil entfällt auf Autoversicherungen.

Hilfsaktion dieser Zeitung für Flutopfer

2014 im Münsterland Schäden in Höhe von 100 Millionen Euro

Der Regionalversicherer ist in den Hochwassergebieten stark vertreten und hat dort viele Kunden. Das Hochwasser ist das größte und teuerste Schadensereignis in der Unternehmensgeschichte. 2014 hatte der Versicherer für die Folgen von Starkregen im Münsterland knapp 100 Millionen Euro berappen müssen - das waren bisher die teuersten Elementarschäden für das Unternehmen. Nun wird es mehr als zehn Mal so teuer. Ein Teil der Zahlungen bekommt die Provinzial von Rückversicherern wieder in die Kasse. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Breuer betonte, dass die Finanzkraft der Provinzial «trotz des massiven Schadenaufwands weiterhin hoch und unsere Stabilität ungefährdet» sei. Auch andere Versicherer müssen viel Geld zahlen.

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