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Regierung: Corona-Lockerungen an Hochschulen im Juni möglich

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Studierende sitzen in einem Hörsaal und verfolgen eine Vorlesung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hält weitere Corona-Lockerungen an Universitäten im Juni für machbar. Zugleich dringt die Landesrektorenkonferenz auf Impfungen für Studenten. Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sagte der «Rheinischen Post» (Dienstag), wenn sich die Inzidenz-Zahlen weiter so positiv entwickeln wie zuletzt, seien zu Monatsanfang weitere Öffnungsschritte an den Hochschulen hin zu mehr Präsenz möglich - nicht nur bei Prüfungen, sondern auch bei Lehrveranstaltungen.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Lambert T. Koch, dämpfte allerdings die Erwartungen an den größeren Handlungsspielraum: «In den letzten Wochen des laufenden Semesters wird sich dies noch vergleichsweise wenig auswirken», sagt er der «Rheinischen Post».

Er nannte mehrere Gründe für das Zögern der Universitäten: Nur wenige Studierende seien schon geimpft, und man dürfe «diejenigen nicht im Regen stehen lassen, die aufgrund finanzieller Engpässe ihre Wohnungen am Studienort aufgegeben haben und auch in diesem Semester vom Wohnort ihrer Eltern aus studieren». Zudem gebe es viele ausländische Studierende aus Risikogebieten, die nicht einreisen könnten.

Koch weiter: «Für das kommende Wintersemester rechnen wir mit einem großen Schritt in Richtung Normalisierung. Der Anteil an Präsenzlehre wird erheblich steigen.» Allerdings bauten die Rektoren dabei auf die Zusage des Ministerpräsidenten, «dass unsere jungen Menschen im Laufe des Sommers verlässlich bzw. planbar ein Impfangebot erhalten». Wenn die Studierenden bis zum Beginn des Wintersemesters nicht geimpft seien, drohe «ein bildungspolitisches Desaster».

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