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Prozess: Ultras von Fortuna sollen Fans angegriffen haben

Köln (dpa/lnw)

Von dpa

Seit Montag stehen vier mutmaßliche Anhänger der Ultragruppe «Fortuna Eagles» des Fußball-Regionalligisten Fortuna Köln wegen schweren Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubs vor dem Kölner Landgericht. Nach der Rückkehr von einem Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC im Januar 2020 sollen Anhänger des Drittligisten Viktoria Köln mutmaßlich von Anhängern des Lokalrivalen überfallen worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren vor, sich am 25. Januar 2020 am Sportpark Höhenberg im Gebüsch bedeckt gehalten zu haben und auf die Ankunft des Fan-Busses gegen 23.25 Uhr gewartet zu haben. Als die rund 30 Anhänger von Viktoria Köln, darunter auch Frauen und ein 14 Jahre alter Junge, gerade den Bus ausgeräumt hätten, sollen rund zehn Anhänger der Ultra-Gruppe «Fortuna Eagles», darunter die vier Angeklagten, unter «Fortuna! Fortuna!»- und «Scheiß Viktoria»-Rufen die Heimkehrer unter anderem mit Knüppeln und leeren Bierflaschen angegriffen haben. Zwei Männer sollen durch den Angriff erheblich verletzt worden sein. Weil bei dem Überfall ein Rucksack mit 50 Euro Bargeld, Fan-Schals sowie eine Fan-Trommel erbeutet worden sein sollen, hat die Staatsanwaltschaft auch schweren Raub angeklagt. An dem Bus soll zudem eine Scheibe zu Bruch gegangen sein. Der Schaden soll sich auf rund 2300 Euro belaufen.

Die Angeklagte erklärten nach Verlesung der Anklage, dass sie sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern wollten. Anschließend traten die Prozessparteien in ein Rechtsgespräch. Das Verfahren ist mit drei weiteren drei Verhandlungstagen bis Ende Juli terminiert.

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