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Energie

Protest in Garzweiler: Fünf Klima-Aktivisten in Gewahrsam

Grevenbroich (dpa/lnw) - Fünf Klima-Aktivisten sind nach ihrem Eindringen in den Tagebau Garzweiler bei Grevenbroich festgenommen worden. Wie die zuständige Polizei in Aachen am Donnerstag mitteilte, hat der betreibende Energiekonzern RWE gegen die drei Männer und zwei Frauen Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt. Zudem werde gegen einen Tatverdächtigen wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

dpa

Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch

Vier der fünf Braunkohlegegner, die am Mittwoch in den Tagebau eingedrungen waren, hatten dort zwei Förderbänder besetzt. Jeweils zwei seien mit sogenannten «Lock-on»-Vorrichtungen an ihren Armen miteinander fixiert gewesen. Einsatzkräfte hatten sie auf die Wache gebracht, wo die Vorrichtungen mit technischem Gerät gelöst wurden. Eine weitere Person hatte sich von einer Brücke abgeseilt, die Besetzung aber freiwillig aufgegeben, hieß es weiter.

Da das Quintett keine Angaben zur Identität machte und sich die Fingerkuppen verklebt hatte, beantragte die Polizei längerfristige Ingewahrsamnahmen nach dem Polizeigesetz NRW. Das zuständige Gericht bestätigte die Anträge.

Nach Vorwürfen zu gewalttätigen Handlungen von Polizeibeamten in sozialen Medien bei dem Einsatz hat die Ermittlungskommission Hambach auch diesbezüglich strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-405821/3

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