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NRW fördert weitere Behandlungsplätze an künstlicher Lunge

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Nordrhein-Westfalen will bis zu 20 zusätzliche Plätze für die Behandlung an einer sogenannten künstlichen Lunge (ECMO) schaffen. Dazu soll jeder Platz mit 100.000 Euro bezuschusst werden - Schulungskosten für das Fachpersonal mit eingeschlossen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

«Während der Covid-19-Pandemie weltweit wurde ECMO eingesetzt, um schwerstkranke Patienten zu retten, deren Lungenschädigung so schwer ist, dass die normale mechanische Beatmung versagt», sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Eine Behandlung an der künstlichen Lunge sei in solchen Fällen die letzte Chance. «Deswegen wollen wir durch den Aufbau von zusätzlich 20 ECMO-Plätzen die intensivmedizinische Versorgung in der Pandemie und auch über die Pandemie hinaus weiter stärken.» In der zweiten und dritten Corona-Welle seien die ECMO-Kapazitäten stark ausgelastet gewesen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in NRW aktuell 206 ECMO-Plätze gemeldet. An der künstlichen Lunge werden Patienten mit schwerem Lungenversagen behandelt. Dabei wird kontinuierlich Blut aus dem Körper gepumpt, außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und anschließend wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt. Die Maschine übernimmt teilweise oder vollständig Atemfunktionsleistungen für den Patienten außerhalb seines Körpers.

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