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Nach Streik: «Weitgehend normaler Zugverkehr» am Freitag

Düsseldorf (dpa/lnw)

Der Streik der Lokführer hat auch in NRW zu großen Problemen im Bahnverkehr geführt. Ab Freitag sollen die Züge wieder nach Plan fahren - doch bereits am Wochenende drohen neue Probleme.

Von dpa

Anzeigetafeln im Hauptbahnhof verkünden streikbedingte Zugausfälle. Foto: Henning Kaiser/dpa

Gestresste Pendler können aufatmen: Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen die Züge nach einem Streik der Lokführer ab Freitagmorgen auch in NRW wieder weitgehend planmäßig fahren. «An der ein oder anderen Stelle kann es sein, dass ein Zug oder ein Lokführer vielleicht noch am falschen Ort ist und es dann Verzögerungen gibt», sagte ein Sprecher der Bahn am Donnerstag. «Insgesamt rechnen wir aber mit einem weitgehend normalen Zugverkehr am Freitag.»

Doch schon am Wochenende kann es auf den Schienen in NRW zu neuen Problemen kommen: Die Bahn rechnet trotz des Ende des Streiks am frühen Freitagmorgen mit vollen Zügen in den kommenden Tagen. Das liege zum einen am Rückreiseverkehr am letzten Ferienwochenende, zum anderen seien Betroffene des Streiks teilweise auch auf Verbindungen am Wochenende ausgewichen. Dadurch würden in den nächsten Tagen viele Menschen mit der Bahn unterwegs sein. «Gerade im Fernverkehr rechnen wir mit einer sehr hohen Auslastung», sagte der Bahnsprecher am Donnerstag. «Reisende müssen sich darauf einstellen, dass die Züge relativ voll sein werden.»

Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am Mittwoch und Donnerstag auch in Nordrhein-Westfalen zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr gesorgt. Zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen fielen aus, andere verkehrten unregelmäßig oder verspäteten sich. In Köln, wo die Bahn am Mittwochmorgen von einer «angespannten Lage» berichtet hatte, stabilisierte sich die Situation nach Angaben eines Bahnsprechers am Donnerstag.

Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

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