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Marode Kanäle: Bund übergibt Aktionsplan für Ausbauprojekte

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Angesichts des teils maroden Wasserstraßennetzes in Nordrhein-Westfalen hat der Bund dem Land einen Aktionsplan für rund 200 Kanal-Ausbauprojekte in Westdeutschland vorgelegt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) übergab das Papier am Freitag an seinen NRW-Amtskollegen Hendrik Wüst (CDU). Es beschreibt dringend überfällige Erneuerungsprojekte etwa am 60 Kilometer langen Wesel-Datteln-Kanal, der für die Versorgung der NRW-Chemieindustrie besonders wichtig ist. «Wir müssen kräftig in das Westdeutsche Kanalnetz investieren - rund 1,5 Milliarden Euro in zehn Jahren», sagte Scheuer laut einer Mitteilung.

Wichtig für die Umsetzung sei neben den Investitionen auch das nötige Fachpersonal, sagte Wüst. Das Land habe deshalb für Neueinstellungen geworben und erreicht, dass 80 zusätzliche Stellen in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ausgeschrieben worden seien. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßte den Aktionsplan mit einer genauen Beschreibung der Ausbauprojekte und den Zeithorizonten. «Wir erhoffen uns ein effizientes Management, eine bestmögliche Abstimmung der zahlreichen Bauvorhaben an den NRW-Wasserstraßen», sagte der VCI-NRW-Geschäftsführer Hans-Jürgen Mittelstaedt.

Fast 30 Prozent der Gütertransporte liefen 2019 in NRW vergleichsweise umweltfreundlich über das Wasser. Bundesweit waren es in dem Jahr rund acht Prozent. Aber an vielen Wasserwegen ist seit Kriegszeiten kaum etwas erneuert worden. Etwa 45 Prozent der Schleusenanlagen waren nach früheren Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung 2019 älter als 80 Jahre.

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