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Lehrerinnen ziehen wegen ungleicher Bezahlung vor OVG

Münster

Zwei Grundschullehrerinnen sind wegen ungleicher Bezahlung vor das Oberverwaltungsgericht in Münster gezogen. Sie fordern gleiche Bezahlung für Grundschul- und Gymnasiallehrer. Das Gericht sah das jedoch anders.

Von dpa

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Wegen ungleicher Bezahlung ziehen zwei Grundschullehrerinnen vor das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht. Den Eingang der Berufung bestätigte am Dienstag eine OVG-Sprecherin. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte die seit Jahren umstrittenen Gehaltsunterschiede zwischen Grundschul- und Gymnasiallehrern im Mai mit zwei Urteilen gebilligt, aber wegen der grundsätzlichen Bedeutung die Berufung zugelassen.

Grundschullehrer bekommen in NRW die Besoldungsstufe A12, Gymnasiallehrer A13. Der Unterschied beträgt im Grundgehalt für Berufsanfänger deutlich über 400 Euro brutto monatlich. Die klagenden Lehrerinnen hatten auf die seit 2009 in NRW weitgehend angeglichene Ausbildung beider Gruppen verwiesen. Außerdem unterschieden sich die ausgeübten Tätigkeiten nicht so wesentlich, dass der Unterschied gerechtfertigt sei, hatten die Lehrerinnen argumentiert.

Dem widersprach das Gericht. Erstens habe der Gesetzgeber verfassungsrechtlich weiten Spielraum bei der Gestaltung der Besoldungsgruppen. Zweitens sei der Gleichheitsgrundsatz nicht verletzt. Der Berufsalltag an Grund-, Haupt- und Realschulen einerseits und Gymnasien und Gesamtschulen andererseits unterscheide sich so stark, dass die unterschiedlichen Besoldungsgruppen sachgerecht und nicht willkürlich seien.

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