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Gewerkschaften

Laschet lobt zum 1. Mai Sozialpartnerschaft in Corona-Zeiten

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zum traditionellen Landesempfang für Arbeitnehmervertreter die Sozialpartnerschaft in NRW gerade in Corona-Zeiten gelobt. «Jedes Unternehmen, das in dieser Situation einen Betriebsrat als Partner an seiner Seite hat, kann sich glücklich schätzen», sagte Laschet am Montag laut einer vorab verbreiteten Mitteilung der NRW-Staatskanzlei und des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW. DGB-Landeschefin Anja Weber warnte vor sozialer Ungleichheit bei der Bewältigung der Pandemiefolgen: «Die Beschäftigten dürfen nicht für die Krise zahlen», forderte sie.

dpa

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet kommt in das Konrad-Adenauer-Haus. Foto: Kay Nietfeld

Anlässlich des bevorstehenden Tags der Arbeit (1. Mai) hat die NRW-Landesregierung Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Montagabend eingeladen. Der Empfang findet wegen der Pandemie erstmals digital statt und wird aus dem Düsseldorfer Ständehaus ausgestrahlt. Da Laschet bis zum Nachmittag am Impfgipfel in Berlin teilnahm, sollte er von dort aus zugeschaltet werden.

Auch der eigentliche Maifeiertag werde im Wesentlichen dezentral ablaufen, kündigte ein DGB-NRW-Sprecher an. «Wir verzichten schweren Herzens wegen der dynamischen Infektionslage auf Großveranstaltungen und Demonstrationen», sagte er. Die Zentralveranstaltung soll in einem Autokino in Düsseldorf stattfinden. Näheres wollte der DGB am Dienstag mitteilen.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) unterstrich laut der Mitteilung die Notwendigkeit starker Gewerkschaften für die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite. Es gebe Unterschiede zwischen verantwortungsbewussten Unternehmen und solchen, die die soziale Partnerschaft leichtfertig aufs Spiel setzten. Das Land stehe hinter den NRW-Beschäftigten, versicherte Laumann. «Wir dürfen uns nicht mit der zunehmenden sozialen Spaltung abfinden und uns nicht an klamme Kommunen, ein ungerechtes Bildungssystem und eine marode Infrastruktur gewöhnen», forderte Weber.

© dpa-infocom, dpa:210426-99-358717/2

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