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Kritik: Anzeigen-Kampagne zum Impfen kostete 117.000 Euro

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Ein Mann steht an einem Covid-19-Impfcenter hinter der Bodenaufschrift "Impfen". Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild

Eine von der SPD kritisierte Anzeigenkampagne der Landesregierung («Im Juni: Impftermin buchen!») in rund 50 Tageszeitungen hat 117.280,60 Euro gekostet. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Opposition im Landtag hervor.

Die SPD-Fraktion hatte gemutmaßt, dass man im Gesundheitsministerium vergessen habe, die Anzeigen zu stornieren - da es beim Erscheinen am 5. Juni gar keine Möglichkeit zur Terminbuchung in Impfzentren gab. Die Landesregierung sieht das völlig anders: Die Anzeige habe man erst fünf Tage vor Erscheinen in Auftrag gegeben, um «an die Aufhebung der Impfpriorisierung» zu erinnern.

In der Anzeige habe auch ausdrücklich nicht gestanden, «dass jede und jeder Impfwillige bereits am 7. Juni einen Impftermin vereinbaren kann; sondern, dass dies in den Tagen und Wochen ab dem 7. Juni möglich ist», so das Land. Tatsächlich gab es neue Termine in den Impfzentren erst wieder ab dem 23. Juni - laut Landesregierung zunächst für Menschen ab 60 Jahren, Vorerkrankte oder Krankenhauspersonal. Grund war der damalige Mangel an Impfstoff.

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