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Klassenerhalt für Völler wie der WM-Titel

Düsseldorf (dpa)

Von dpa

Rudi Völler, Geschäftsführer Sport beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Rudi Völler beendet 2022 seine Tätigkeit als Geschäftsführer Sport beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Dass er als Spieler oder Funktionär bis zu seiner Abschiedssaison trotz bester Aussichten nie deutscher Meister werden konnte, ist für den 61-Jährigen alles andere als tragisch. «Die beiden größten Titel habe ich schließlich gewonnen. Die Champions League mit Olympique Marseille 1993 und mit der Nationalmannschaft 1990 die Weltmeisterschaft», sagte Völler in einem Interview der «Sport Bild» (Mittwoch). 

Ganz oben steht für den einstigen Weltklasse-Stürmer in seiner Bundesliga-Karriere der Klassenerhalt mit Leverkusen 1996. Damals blieb der Werksclub dank eines 1:1 durch den späten Ausgleich von Markus Münch gegen den 1. FC Kaiserslautern dem Oberhaus erhalten. «Es war mein letztes Spiel. Ich hatte eine Flasche Bier in der Hand – und war mit mir total im Reinen. Die Bierflasche war mein persönlicher Pokal – beim Gewinn der WM oder der Champions League habe ich mich nicht glücklicher gefühlt», erzählte der einstige DFB-Teamchef, der Deutschland bei der WM 2002 ins Finale geführt hatte.

Mit Werder Bremen verpasste Völler 1986 als Spieler in einem Herzschlagfinale mit Bayern München die Meisterschaft, als Sportdirektor musste er 2000 Bayers 0:2-Pleite am letzten Spieltag in Unterhaching mitansehen. Leverkusen haftet seither der Makel des ewigen Zweiten an, Schmährufe der gegnerischen Fans sind ständiger Begleiter. «Häme nehme ich sportlich», sagte Völler. «Allerdings war es aus meiner Sicht eine Schnapsidee, den Begriff  "Vizekusen" als Markenzeichen schützen zu lassen.»

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