1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Heiner-Essen: Mehr Hochwasserschutz an kleinen Flüssen

  6. >

Heiner-Essen: Mehr Hochwasserschutz an kleinen Flüssen

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Ursula Heinen-Esser (CDU) spricht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser will beim Hochwasserschutz nach einem Medienbericht verstärkt auch kleine Flüsse ins Visier nehmen. Mit Blick auf die folgenschwere Unwetterkatastrophe Mitte Juli sagte die CDU-Politikerin der «Rheinischen Post» (Donnerstag) in Düsseldorf, man müsse sich anschauen, wo das alte und wo das neue Bett vieler Flüsse liege. «Denn eine Lehre ist: Die Flüsse suchen sich ihre alten Wege. Und wir müssen überprüfen, wo weitere Überflutungsflächen oder andere Rückhaltemöglichkeiten entstehen können, und wo wir noch mehr mit modernster Sensor- und Steuerungstechnik arbeitende Mess- und Prognosesysteme einsetzen können.»

Es gebe im Land zahlreiche Kommunen, die Konzepte im Bereich Klimawandel und Hochwasserschutz erarbeitet hätten. «Das Problem besteht hier meines Erachtens in der Umsetzung von konkreten Maßnahmen», sagte sie der Zeitung. Manche Maßnahmen hätten einen hohen Investitions- und manchmal auch Flächenbedarf. Sie würden auch nicht von allen Bürgern begeistert aufgenommen, sagte sie dem Blatt zufolge.

«Kurz: Die Umsetzung vor Ort ist oftmals schwierig. Ende August werden wir deshalb mit den Wasserverbänden und den Städten und Kreisen darüber sprechen, welche weiteren Lehren wir aus dieser Katastrophe ziehen», sagte Heinen-Esser.

Bei den Unwettern mit Starkregen und Überschwemmungen waren Mitte Juli besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Städte und Dörfer überschwemmt worden. Es gab viele Tote und Milliardenschäden.

Startseite