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Grüne: Respekt für Laschets Durchsetzungsvermögen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Ende des Machtkampfs um die Kanzlerkandidatur der Union haben die NRW-Grünen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Respekt für sein Durchsetzungsvermögen gezollt. Zugleich bezweifelten sie am Dienstag aber, ob die Entscheidung für Laschet als Kanzlerkandidat für langfristige Geschlossenheit innerhalb der Unionsparteien sorgen könne.

dpa

Mona Neubaur, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer digitalen Landesdelegiertenkonferenz. Foto: Marcel Kusch

Laschet habe «gegen zahlreiche Widerstände seinen Machtanspruch erfolgreich geltend gemacht», teilten die Grünen-Landesvorsitzenden Mona Neubaur und Felix Banaszak mit und beglückwünschten den CDU-Bundesvorsitzenden. «Sein Durchsetzungsvermögen gegen große Teile seiner eigenen Partei und gegen die komplette CSU nötigt in gewisser Weise Respekt ab».

Dass CDU und CDU ihren auf offener Bühne ausgetragenen Machtkampf fürs Erste beendet hätten, sorge auch jenseits konservativer Parteigrenzen für Erleichterung. Die Menschen «verdienen Regierende, die sich inmitten einer sich weiter zuspitzenden Pandemielage auf das Corona-Management konzentrieren - und nicht auf Hahnenkämpfe.»

Laschet müsse auch als Kanzlerkandidat seinen Verpflichtungen als NRW-Regierungschef gerecht werden. «Der Vertrauensverlust in Politik, der auch stark mit seinem Namen verknüpft ist, darf nicht noch tiefer greifen.»

Zuvor hatte Laschets Rivale, CSU-Chef Markus Söder, das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Laschet als Unions-Kanzlerkandidat akzeptiert und zugesichert, er werde Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Damit zog Söder seinerseits einen Schlussstrich unter den Machtkampf um die Kandidatur.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-276684/2

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