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Feuerwehr kämpft weiter mit Folgen von Hochwasser

Hagen/Altena (dpa/lnw)

Der unwetterartige Dauerregen in NRW flaut ab, doch Hochwasser und schwere Schäden lassen die Lage angespannt bleiben. Bestürzung löst der Tod von zwei Feuerwehrmännern aus.

Von dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Nach dem heftigen Dauerregen mit vielen über die Ufern getretenen Flüssen in Nordrhein-Westfalen kämpfen Einsatzkräfte mit den Folgen des Unwetters. Viele Flüsse und Bäche in der Eifel, im Bergischen Land, im Rheinland und Sauerland führen weiterhin Hochwasser und waren am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag über die Ufer getreten. Straßen wurden überschwemmt, Keller liefen voll. In Solingen-Unterburg mussten am frühen Donnerstagmorgen aufgrund des Hochwassers mehrere Häuser sowie ein Tierheim evakuiert werden. Tausende Feuerwehrleute waren landesweit im Einsatz. Vielerorts dürfte es nun an die Aufräumarbeiten gehen.

Für große Bestürzung bei seinen Kameraden und in der Bevölkerung sorgt der tödliche Unfall eines 46-Jährigen Feuerwehrmanns in Altena. Er war am Mittwochnachmittag nach der Rettung eines Mannes aus einem überfluteten Stadtteil ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Seine Kollegen konnten ihn kurz darauf nur noch tot bergen. Altena im Sauerland war nach Erdrutschen und Überschwemmungen zeitweise nicht mehr zu erreichen. Knapp zwei Stunden später kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen. Er sei am Mittwochabend trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen gestorben, teilte die Polizei mit. Ersten Erkenntnissen nach handelte es sich bei dem Unglück um einen gesundheitlichen Notfall.

Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sollten die Regenfälle im Laufe der Nacht nachlassen. Allein entlang der westlichen Landesgrenze müsse auch am Donnerstag mit weiterem Starkregen gerechnet werden. Landesweit bleibe es dann zwar wechselhaft. Das Tiefdruckgebiet über Deutschland bringe dann aber nicht mehr die unwetterartigen Regenfälle nach NRW, die seit Mittwochnacht für Überschwemmungen und Hochwasser gesorgt hatten. Nach Angaben des DWD waren im Süden von NRW bis zu 180 Liter pro Quadratmeter gefallen.

An diesem Donnerstag will sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein Bild von der Lage im Hochwasser-Hotspot Hagen machen. Am Vormittag will er dazu die Rettungswache der Stadt besuchen. In der besonders stark betroffenen Ruhrgebietsstadt hatte das Hochwasser an der Volme die Situation am Donnerstagabend erneut verschärft. Rund 440 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren allein dort unterwegs, um den Wassermassen Herr zu werden.

Auch in der Eifel, dem Rheinland, im Bergischen Land und im Sauerland meldeten viele Orte zeitweise «Land unter». Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll und Häuser mussten geräumt werden.

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