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Industrie

EU-Kommission: 1,1 Millionen für Ex-Metallarbeiter

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, rund 500 ehemaligen Beschäftigten der metallverarbeitenden Betriebe der GMH Guss in Deutschland mit 1,1 Millionen Euro zu unterstützen. Damit solle den Betroffenen geholfen werden, «durch Beratung und Orientierung sowie Fortbildungen zum Ausbau oder Erwerb neuer Kompetenzen einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder ein eigenes Unternehmen zu gründen», teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit betonte, dies sei ein Ausdruck der Solidarität mit Arbeitnehmern, die aufgrund weitreichender Strukturveränderungen arbeitslos geworden seien.

dpa

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf

Die geschätzten Gesamtkosten für das Paket belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro, wobei 1,1 Millionen aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bereitgestellt werden sollen. «Der restliche Betrag wird von den deutschen Behörden finanziert», teilte die EU-Kommission mit.

Die GMH Guss und ihre Tochterunternehmen sind den Angaben zufolge Zulieferer für die Automobil- und die Schiffbauindustrie. Nachdem einige Kunden des Unternehmens ihre Produktion in Nicht-EU-Staaten in Osteuropa und Asien verlagert hätten, seien die vier Tochterunternehmen gezwungen gewesen, ganz oder teilweise zu schließen. Von den 1000 Beschäftigten hätten 585 ihren Arbeitsplatz verloren, 476 Personen beantragten Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-376710/2

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