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«Car-Freitag» im Ruhrgebiet mit Platzverweisen und Anzeigen

Am stillen Feiertag Karfreitag trifft sich traditionell die Tuning-Szene in NRW. An vielen Treffpunkten ging die Polizei mit Kontrollen gegen Raser und Poser vor - mehrere Fahrer mussten ohne ihre Autos nach Hause.

dpa

Polizisten beobachten während einer Polizeikontrolle den Verkehr. Foto: Bernd Thissen

Dortmund (dpa/lnw) - Bei Sondereinsätzen der Polizei zum sogenannten «Car-Freitag» sind in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Fahrzeuge überprüft worden. In Dortmund wurden nach Polizeiangaben vom frühen Freitagnachmittag bis in die Nacht insgesamt 340 Autos und 480 Personen kontrolliert. Dabei seien 217 Platzverweise ausgesprochen und sechs Fahrzeuge sichergestellt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die meisten Angehörigen der Poser- und Tuningszene versammelten sich demnach an bekannten Treffpunkten wie dem Wall um die Innenstadt und am Phoenixsee.

Auch die Polizei im Kreis Recklinghausen führte Kontrollen an Szenetreffpunkten durch, unter anderem in Herten, Dorsten und Bottrop. Demnach wurden 217 Fahrzeuge und 325 Personen überprüft. Gegen drei Menschen seien Strafanzeigen gestellt worden, 73 Fahrer müssen Verwarngelder wegen zu hoher Geschwindigkeiten zahlen. Wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis stellte die Polizei vier Fahrzeuge sicher, zwei weitere wurden nach einem illegalen Rennen in Dorsten beschlagnahmt. Die Führerscheine der beiden beteiligten Fahrer im Alter von 20 und 21 Jahren seien ebenfalls sichergestellt worden, teilte die Polizei mit.

In Duisburg stoppte die Polizei 108 Raser. Bei Kontrollen in Bielefeld wurden laut Polizeiangaben in der Stadt 164 Geschwindigkeitsverstöße gemessen und weitere 314 Verstöße auf den Autobahnen. In der Innenstadt kam es durch «Poser» mit PS-starken Autos zu Ruhestörungen. Der Polizei fielen außerdem mehrere technisch veränderte Wagen auf, von denen drei sichergestellt wurden.

15 Platzverweise und 297 Verwarnungsgelder lautete die Bilanz im Kreis Unna. Hier wurden vier Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gestellt, hinzu kamen 39 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen zu schnellen Fahrens. Einen Fahrer stoppte die Polizei in Selm mit 135 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer.

Der «Car-Freitag» gilt seit Jahren als Feiertag der Auto-Tuner und -Poser. Bereits in der Nacht vom Donnerstag auf den Karfreitag war es in Dortmund zu Ansammlungen der Szene gekommen. Die Polizei zählte dabei bis zu 400 Fahrzeuge auf dem Wall, kontrollierte 150 Autos und sprach 135 Platzverweise aus.

© dpa-infocom, dpa:210403-99-71389/3

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