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Mehrfamilienhaus evakuiert

Mordkommission ermittelt nach Brand in Bocholt

Bocholt

In Bocholt musste ein Mehrfamilienhaus evakuiert werden. Auf der Rückseite des Gebäudes waren vier Müllbehälter und Sperrmüll in Brand geraten. Jetzt ermittelt eine Mordkommission. 

Von dpa/jhu

Das Feuer breitete sich von den Müllcontainern über die Aussenfassade auf das Dach aus. Foto: Feuerwehr Bocholt

In Brand geratener Sperrmüll hat in Bocholt mehrere Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus zerstört und damit einen Schaden von etwa 300.000 Euro angerichtet. Das Haus musste evakuiert werden, 40 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Demnach griffen die Flammen der brennenden Müllbehälter am späten Mittwochabend über die Außenfassade auf das Dach des vierstöckigen Gebäudes über. Eine Ausdehnung des Brandes auf das Dachgeschoss konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

Mit Hilfe der Polizei wurde das Gebäude evakuiert. Da die Bewohner ihre Wohnungen zum Teil nicht mehr beziehen konnten, wurden zwei von ihnen in Notunterkünften untergebracht, weitere Bewohner kamen privat unter.

Mordkommision ermittelt

Weshalb die Müllcontainer in Brand gerieten, ist bislang unklar. Ein Brandsachverständiger soll das aufklären.

Beim Polizeipräsidium Münster wurde eine Mordkommission eingerichtet. „Nur durch Glück wurde niemand verletzt“, sagt der Leiter der Mordkommission Thomas Masthoff.  Ein Spürhund soll den Ermittlern helfen herauszufinden, ob Brandmittel benutzt wurde.

„Es kann nicht ausgeschlossen, dass bislang unbekannte Tatverdächtige den Brand möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt und dadurch bewusst Menschenleben gefährdet haben“, erklärt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Auch ein fahrlässiges Brandgeschehen ist denkbar, die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.“

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