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Gewerkschaften

1. Mai: DGB will gerechte Bewältigung der Corona-Folgen

Auch in diesem Jahr gibt es zum Tag der Arbeit keine Großkundgebungen und Familienfeste mit Hüpfburg und Bierstand. Der DGB hat aber auch mit abgespecktem Programm ein klares Ziel: Für die Folgen der Pandemie sollen alle aufkommen, nicht nur die «kleinen Leute».

dpa

Anja Weber, Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, gibt eine Pressekonferenz. Foto: David Young

Düsseldorf (dpa/lnw) - Unter dem Motto «Solidarität ist Zukunft» will der Deutsche Gewerkschaftsbund am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, landesweit für eine gerechte Bewältigung der Corona-Folgekosten werben. Es dürfe nicht sein, dass allein die Arbeitnehmer die Zeche für die Krise zahlen. «Wir werden die Pandemie und ihre Folgen nur gemeinsam und solidarisch bewältigen können», sagte der DGB-NRW-Chefin Anja Weber am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorstellung des Programms.

Großveranstaltungen seien wegen der Pandemie aus Sicherheitsgründen gestrichen worden, vieles wurde auf Digitalformate verlagert. Der DGB plane nach jetzigem Stand landesweit 34 meist verkürzte Reden oder Kundgebungen mit deutlich verringerter Teilnehmerzahl unter Einhaltung aller Hygienevorschriften, sagte Weber.

Die Zentralveranstaltung findet auf einem Düsseldorfer Messeparkplatz in Form eines Autokinos statt. Dabei werde es keine langen Reden, sondern einen «moderierten Talk» der DGB-Chefin mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und anschließend eine Podiumsdiskussion mit den Spitzen der Landespolitik geben. Diese und viele weitere Veranstaltungen werden auch im Internet übertragen.

Landesweit sind Veranstaltungen mit Gewerkschaftsspitzenvertretern geplant. Auf dem Heumarkt in Köln spricht etwa die Landesleiterin von Verdi NRW, Gabriele Schmidt. In Detmold redet der ehemalige Verdi-Bundeschef Frank Bsirske, in Duisburg sein Nachfolger Frank Werneke, in Olpe der 1. Vorsitzende der IG Metall Jörg Hofmann.

In den acht Einzelgewerkschaften des DGB sind in NRW rund 1,4 Millionen Menschen organisiert. Die Gewerkschaften fordern eine Förderung der Tarifbindung, Entschuldung der Kommunen, steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und einen NRW-Sonderfonds für eine Ergänzung des Kurzarbeitergeldes.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-371338/2

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