1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Polizei warnt vor neuer Telefon-Masche

  6. >

Trickbetrug

Polizei warnt vor neuer Telefon-Masche

Münsterland

Vorsicht vor falschen Sparkassen-Mitarbeitern! Die Polizei warnt nach mehreren Anrufen in Rheine vor einer neuen Betrugsmasche.

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern. Foto: dpa

In Rheine sind bei der Polizei am Freitag bis zum frühen Nachmittag sieben Anzeigen wegen Betrugsversuchen eingegangen, in denen mehrere Männer versuchten, an Bankdaten und Geheimnummern zu kommen. Dabei sind die Täter „erstaunlich professionell vorgegangen“, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. Die Opfer seien dabei vornehmlich auf dem Festnetz angerufen worden.

Das Vorgehen der Täter beschreibt die Polizei so: „Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter der Sparkasse Rheine aus und gab vor, eine Geldforderung in vierstelliger Höhe bearbeiten zu wollen. Mit dem Anruf wolle er hinterfragen, ob die Geldforderung zu Recht bestehe. Natürlich verneinten die Opfer die Rechtmäßigkeit. Sie wurden dann zu einem anderen Täter verbunden, der die Forderung nochmals bestätigte. Auch in diesem Gespräch widersprachen die Opfer. Daraufhin erklärte der vermeintliche Angestellte, dass diese Geschichte komisch sei und mit Sicherheit die Polizei interessieren würde.

Er leitete das Gespräch dann an einen dritten Täter weiter, der sich als Polizeibeamter ausgab und viele gleichgelagerte Sachverhalte bestätigte. Er forderte die Opfer auf, erst einmal dafür zu sorgen, dass das Konto gesperrt werden müsse. Er würde das Opfer wieder mit der Bank verbinden, damit jetzt alles sehr schnell gehen würde. Kurz darauf meldet sich der erste Täter wieder und erfragt alle persönlichen Daten, um schnell das Konto zu sperren können. Von dem Gespräch des vermeintlichen Polizeibeamten und der darin vermittelten zeitlichen Dringlichkeit beeinflusst, haben Opfer vereinzelt ihre gesamten persönlichen Daten preisgegeben.“

Ob es den Täter gelungen ist, unberechtigt Geld zu erlangen, steht nach Angaben der Polizei bislang nicht fest.

Telefonnummer der Bank im Display

Erfolgreich war eine ganz ähnliche Masche zuletzt in Gronau. Wie die Polizei Borken erst jetzt berichtet, hatte sich bei einer Gronauerin bereits in der vergangenen Woche ein Betrüger gemeldet und sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank ausgeben. Die Frau gab TANs (persönliche Transaktionsnummern fürs Online-Banking) heraus und hatte daraufhin keinen Zugriff mehr auf das Konto, von dem auch Geld abgebucht wurde.

Im Display war die Telefonnummer der Bank angegeben und der Betrüger hatte Detailwissen über die Konten der Geschädigten. So schaffte er es, sich das Vertrauen seines Opfers zu erschleichen. Als Grund des Anrufs gab er an, dass versucht worden sei, aus dem Ausland Abbuchungen von den Konten vorzunehmen. Man sei nun bemüht, der Vorgang zu stoppen und die Abbuchungen rückgängig zu machen, wozu man TANs benötige.

Was die Polizei rät

Die Polizei rät: Gehen Sie auf derartige Gespräche nicht ein. Egal wer anruft, geben Sie in keinem Fall persönliche Kontodaten preis. Melden Sie sich bei der für Sie zuständigen Polizeibehörde und bringen Sie die Sachverhalte zur Anzeige. Seien Sie besonders sensibel, wenn es um persönliche Daten geht.

Verlassen Sie sich nicht auf die Angaben im Display Ihres Telefons. Es ist leider möglich, eine falsche Telefonnummer zu übermitteln, dies machen sich die Betrüger immer wieder zu Nutze.

Startseite