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Katholische Gemeinde St. Martinus und Ludgerus zieht Bilanz zur Renovierung der St.-Ludgerus-Kirche

Viel Arbeit und Geld investiert

Albersloh

Die Finanzierung der Kirchenumgestaltung ist abgeschlossen und nun gelte es Dank zu sagen, meint Pfarrer Clemens Lübbers: „Allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihren Gaben die Arbeiten unterstützt haben, und den vielen Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement.“

Christiane Husmann

Dass die Finanzierung der Umgestaltung der Ludgerus-Kirche abgeschlossen ist, freut Pfarrer Clemens Lübbers. Foto: Christiane Husmann

„Ich bin hellauf begeistert – und das im wahrsten Sinne des Wortes“, freut sich Pfarrer Clemens Lübbers, während er seinen Blick durch die Räume der renovierten Albersloher St.-Ludgerus-Kirche schweifen lässt und bekannt geben kann: „Die Finanzierung der Kirchenumgestaltung ist abgeschlossen.“ Nun gelte sein Dank: „Allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihren Gaben die Arbeiten unterstützt haben, und den vielen Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement.“

Es war im Jahr 2013, als sich Pfarrer Wilhelm Buddenkotte mit einer Delegation auf den Weg ins weitere Umfeld machte, um renovierte oder umgestaltete Kirchen zu besichtigen. Sechs Jahre später, im April 2019, konnte der Altar in der neugestalteten Albersloher Kirche mit einer großen Zeremonie durch Bischof Dr. Felix Genn dann eingeweiht werden. In der Zwischenzeit war viel passiert – was in der Summe natürlich auch kosten sollte: „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 860 000 Euro, davon hat das Bistum 695 000 Euro übernommen und die Kirchengemeinde 165 000 Euro“, rechnet Clemens Lübbers vor.

Enorme Eigenleistung erbracht

„Die 165 000 setzen sich wiederum aus 115 000 Euro Spenden und 50 000 Euro eigenen Mitteln beziehungsweise Rücklagen aus dem Haushalt der Kirchengemeinde zusammen“, so der Pfarrer.

Schaut man sich die Historie der Kirchenumgestaltung an, wird deutlich, dass viel gestemmt werden musste – und auch wurde: Im Jahr 2017 war ein Arbeitskreis ins Leben gerufen worden, zu dem nicht nur Mitglieder des Kirchenvorstands, des Pfarreirats und des Seelsorgeteams, sondern auch interessierte Gemeindemitglieder gehörten. Gemeinsam stellte man Überlegungen zu möglichen Spendenaktionen an und zeigte sich dabei sehr kreativ.

So entstand ein Kalender mit Innenaufnahmen der Kirche, ein geistliches Getränk mit dem Namen „Ludgerus-Tropfen“ wurde in Flaschen gefüllt, aus einigen der alten Kirchenbänke kreierte man Kerzenleuchter – alles Verkaufsschlager, die der Spendenkasse gut tun sollten. Der Weinkeller von Wilhelm Buddenkotte wurde geplündert, um dessen edlen Tropfen auf dem Wersefest 2018 an den Mann oder die Frau zu bringen. Auch die alten Orgelpfeifen stellten sich als begehrte Sammlerobjekte heraus, die profitbringend versteigert werden konnten.

In der Folge brachten Haussammlungen durch zahlreiche Albersloher Männer und Frauen die Kasse genauso zum Klingeln, wie manche private Überweisung oder Mittel aus einer Sparkassen-Gewinnausschüttung. Ein dickes Plus konnte das Konzert des Kolping-Blasorchesters in der Ludgerus-Kirche einfahren, bei dem sich die Albersloher Schützenbrüder als Servicekräfte nützlich machten.

„Nicht nur die finanzielle Unterstützung, sondern auch das ehrenamtliche Engagement vieler Albersloher und Albersloherinnen machen deutlich, wie wichtig es ihnen ist, die Kirche zu erhalten und zukunftstauglich zu machen“, lobt Clemens Lübbers den Einsatz der Gemeindemitglieder und anderer.

So wie diese Helfer, engagierten sich viele bei den Umbauarbeiten. Foto: Foto: Christiane Husmann

„Trupps haben sich zusammengefunden, um die Kirchenfenster zu putzen, die Kirche auszuräumen, Spendenaktionen zu starten – dort anzupacken, wo es notwendig war“, blickt der Pfarrer nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft, in der nun durch die Umgestaltung vieles möglich sei: „Wir können multimedial gestalten, Gottesdienste in neuen Formaten sind entstanden.“ Durch neue technische Gestaltungsmöglichkeiten präsentiere sich die Kirche zukunftsgewandt – und optisch ansprechend. „Die Kirchenräume sind hell und klar, die Kreuzwegstationen werden angestrahlt und kommen viel besser zum Ausdruck“, lobt der Pfarrer die Arbeit des Architekten Volker Lembken und vieler anderer, zu denen Künstlerin Jessica Toliver und Bildhaumeister Stefan Lutterbeck gehören.

„Sehr schön finde ich auch die neue Altarsituation, die deutlicher als zuvor wieder eine Sammlung der Gemeinde möglich macht“, sagt Clemens Lübbers und lässt bei dieser Gelegenheit den „Wermutstropfen“ Corona nicht unbenannt: „Nach dem Neustart wurde vieles abrupt gestoppt – doch ich bin zuversichtlich, dass wir die Pandemie gemeinsam gut überstehen und die Gemeindemitglieder und alle Interessierten den Weg zurück in die Kirche finden“, blickt Lübbers in die Zukunft.

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