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In den Telgter Kindergärten stehen genügend Plätze zur Verfügung

Erleichterung über Entspannung

Telgte

Die Nachricht ist für viele Eltern eine gute: Für das kommende Kindergartenjahr stehen ausreichend Plätze zur Verfügung.

A. Große Hüttmann

Wenn in den vergangenen Jahren das Thema Betreuung im Kindergartenalter diskutiert wurde, dann ging es zumeist um Übergangslösungen, Aufstockungen von Gruppengrößen und dringend notwendige Neubauten.

Das war am Dienstagabend im Ausschuss für Generationen und Soziales anders. Regelrecht Entspannung war angesagt, und Bürgermeister Wolfgang Pieper sprach gar davon, dass man den Eindruck habe, ein wenig vor der Welle zu sein. Das wird die Eltern der Kinder freuen, denn die mussten in den vergangenen Jahren immer mal wieder zittern, ob sie einen Platz in einer Einrichtung bekommen.

Vor der Welle

Gleich zwei gute Nachrichten hatten Anke Frölich und Susanne Darpe vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf mitgebracht. Alle über Dreijährigen erhalten mit Beginn des neuen Kindergartenjahres einen Platz. Entspannt hat sich die Situation trotz der in Telgte deutlich höheren Nachfrage auch bei den unter Dreijährigen. „Alle Familien mit einem Bedarf zum 1. August 2021 erhalten ein Betreuungsangebot“, betonte Susanne Darpe.

Allerdings gibt es in dieser Altersgruppe kleinere Einschränkungen.

Zu insgesamt neun Familien, die eine deutlich spätere Aufnahme als am 1. August wünschten, werde über eine Betreuungsbörse im Laufe der folgenden Monate Kontakt aufgenommen. Denn: „Plätze können nicht über mehrere Monate frei gehalten werden“, betonten die Fachfrauen. Nach Aussagen des Jugendamtes werde bei fünf Kindern die Situation aufgrund der Rückmeldungen der Eltern und Einschätzungen der Einrichtungsleitungen so eingeschätzt, dass „eine zweite Vergaberunde abgewartet werden kann“, hieß es weiter. Diese zweite Vergaberunde läuft derzeit noch. Dabei geht es um möglicherweise nicht in Anspruch genommene Plätze.

Massiver Ausbau hat Auswirkungen

Dass die Situation derzeit so entspannt ist, liegt nach Darstellung des Kreisjugendamtes, das für die Kindergartenplätze zuständig ist, am massiven Ausbau der Betreuungsangebote in den vergangenen Jahren. Zu Beginn des Kindergartenjahres 2021/2022 werden in Telgte nach den derzeitigen Planungen insgesamt 961 Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stehen. Seit dem Kindergartenjahr 2008/2009 beispielsweise sei die Zahl der Plätze für unter Dreijährige um 238 Prozent ausgebaut worden. Aktuell würden in Telgte und Westbevern 240 zur Verfügung stehen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung gingen Susanne Darpe und Anke Frölich auf einige aktuelle Baumaßnahmen und Veränderungen im Kindergartenbereich ein.

Die Kita Feuerbachstraße wird zu Beginn des neuen Kindergartenjahres eine sogenannte GF II-Gruppe mit zehn weiteren Plätzen für die U3-Betreuung in den Räumen der Sparkasse eröffnen. Derzeit laufen die Umbauarbeiten noch auf Hochtouren. Auf Nachfrage von Anne-Katrin Schulte (CDU) sagte Susanne Darpe, dass für die Kleinen eine altersgerechte Außenspielfläche im Innenhof des Gebäudekomplexes geschaffen werden soll.

Die (Container-)Übergangslösung für zwei Gruppen an der Kita St. Johannes, die vier Jahre Bestand hatte, wird im Sommer zurückgebaut. Kein Kind, das nicht in die Grundschule wechsele, müsse die Einrichtung wechseln, sondern die weitere Betreuung werde in den bestehenden Räumen der Kita erfolgen, hieß es. Ein „dickes Dankeschön“ sprach Anke Frölich der Kirchengemeinde St. Marien als Träger der Einrichtung für die Geduld bei dieser Übergangslösung aus.

Der Mehrzweckraum am „Sternenzelt II“ in der ehemaligen Schule in Westbevern-Vadrup ist fertiggestellt worden.

Den Blick nach vorne richtete Anne-Katrin Schulte und wollte vom Bürgermeister wissen, ob auch mit Blick auf kommende Kindergenerationen genügend Plätze zur Verfügung stünden. Pieper konnte und wollte sich diesbezüglich nicht festlegen, das sei extrem schwierig und mit vielen Unbekannten behaftet. Er betonte, dass die Stadt beispielsweise bei der Ausweisung neuer Baugebiete in einem engen Kontakt mit dem Kreisjugendamt stehe.

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