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Beate Rehr freut sich über viele Buchungen

Campen ist „auf dem Vormarsch“

Telgte

Pfingsten war der Campingplatz Sonnenwiese in Raestrup ausgebucht, am Fronleichnamswochenende wird es ähnlich sein. Seit dem 15. Mai darf Geschäftsführerin Beate Rehr ihren Platz wieder für touristische Zwecke öffnen. Jetzt hofft sie, dass die Buchungen weiterhin so gut laufen wie zuletzt.

Stefan Flockert

Beate Rehr ist froh, dass ihr Campingplatz auch wieder für touristische Zwecke geöffnet ist. Foto: Stefan Flockert

„Das sind meine letzten Pfingstgäste“, sagt Beate Rehr mit Blick auf einige Fahrzeuge, die noch auf dem Campingplatz Sonnenwiese in Raestrup stehen. Und die Geschäftsführerin blickt sehr zufrieden drein, denn: „An Pfingsten waren wir ausgebucht.“

54 Plätze für touristische Zwecke

Seit dem 15. Mai ist der zehn Hektar große und direkt an der Ems gelegenen Campingplatz wieder für „Übernachtungen zu touristischen Zwecken“ geöffnet. Das Himmelfahrtswochenende sei noch sehr ruhig gewesen. Da sei die Ankündigung, dass die Menschen wieder Campingplätze ansteuern können, zeitlich zu knapp veröffentlicht worden. Aber seitdem steht das Telefon nicht mehr still. Die 54 Plätze für touristische Zwecke – hinzu kommen 150 Dauerstellplätze, die im Übrigen während der gesamten Pandemie-Zeit angefahren werden durften – sind heiß begehrt. „Die Menschen sind froh, dass sie wieder irgendwo hindürfen“, sagt sie.

Pfingsten ausgebucht

Für Pfingsten musste Beate Rehr unzähligen Interessenten absagen. Und für das langes Fronleichnamswochenende Anfang Juni heißt es schon wieder: Nichts geht mehr.

Wer jetzt denkt, dass Beate Rehr wegen der Pandemie Existenzängste hätte oder gehabt hätte, der sieht sich getäuscht. Das liegt auch daran, dass sie die Touristenplätze sowieso nur von April bis Oktober öffnen darf, weil diese im Naturschutz- und Überflutungsgebiet liegen. Sie also für die Wintermonate daraus sowieso keine Einnahmen generieren kann. Im ersten Pandemie-Jahr, 2020, durfte sie ihren Platz am 11. Mai wieder öffnen und verlor nur fünf Wochen, 2021 waren es sechs Wochen. 2020 wie 2021 brummt danach das Geschäft. „In der Pandemie bleiben die Leute in Deutschland“, nennt die Geschäftsführerin einen Grund. Ein weiterer sei, dass Campen „auf dem Vormarsch“ ist. Beate Rehr hofft, dass sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzt. In diesem Punkt ist sie aber durchaus optimistisch, auch wenn der Campingplatz für die Sommerferien erst etwa zur Hälfte ausgebucht ist.

Keine staatliche Unterstützung in Anspruch genommen

Staatliche Unterstützungszahlungen hat der Campingplatz nicht erhalten. „Die hätte ich wieder zurückzahlen müssen“, erklärt die Geschäftsführerin. Weil ihre Einnahmen auf das gesamte Jahr hochgerechnet worden wären, habe sie die Hilfen gar nicht erst beantragt. Natürlich sei sie zwischenzeitlich mal beunruhigt gewesen. „Umso froher bin ich, dass es jetzt wieder funktioniert.“

Beate Rehr

Und dass es wieder funktioniert, liegt ihrer Meinung nach daran, dass Jahr für Jahr in die Infrastruktur des Platzes investiert werde. 2017 wurde das Waschhaus neu gemacht, 2018 die Schrankenanlage. 2019 wurde folgte die Erweiterung des Waschhauses um ein behindertengerechtes und um ein Kinderbadezimmer. Zudem wurde eine Ver- und Entsorgungsfläche für Wohnmobile geschaffen. 2020 wurde die komplette Stromversorgung bei den Dauercampern ersetzt. Gleiches passierte 2021 auf den Touristenplätzen. „Wir haben im Winter den ganzen Platz umgebuddelt und Kabel verlegt“, erzählt Rehr.

Und demnächst sind Neuerungen für die Kinder geplant. Ein Bolzplatz soll entstehen. Die Tore sind schon vorhanden. Ein Basketballkorb und eine Korbschaukel sollen in naher Zukunft angebracht werden.

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