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Verwaltung unterbreitet ersten Vorschlag für Trendsportanlage

BMX-Strecke wird Dirt-Bike-Bahn

Telgte

Die Realisierung einer Trendsportanlage rückt näher. Am schnellsten zu verwirklichen ist dabei wohl eine sogenannte Dirt-Bike-Anlage. Denn in der Nähe des Tennisheims an der Einener Straße existiert eine Strecke, die vor Jahren für BMX-Fahrer gebaut wurde.

A. Große Hüttmann

Nachdem der Bauhof die Fläche wieder freigeschnitten hat, lassen sich die Konturen der früheren BMX-Bahn noch gut erkennen. Eine „Dirt-Bike-Anlage“ soll an dieser Stelle entstehen und Jugendlichen Betätigungsmöglichkeiten bieten. Foto: Andreas Große Hüttmann

Viele Kinder und Jugendliche dürfen beim Thema Trendsportanlage(n) in Telgte Hoffnung schöpfen. Denn nachdem die Arbeitsgruppe Pumptrack, die vom Stadtelternrat in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und interessierten Eltern initiiert worden war, im Rahmen einer Befragung von 679 Teilnehmern klare Ergebnisse, Prioritäten und Wünsche zutage gefördert hat, tut sich auf verschiedenen Ebenen und an unterschiedlichen Stellen etwas. Das sagte Grün-Ingenieur Ihno Gerdes im Generationenausschuss.

Am schnellsten zu realisieren ist dabei wohl eine sogenannte Dirt-Bike-Anlage. Denn in der Nähe des Tennisheims an der Einener Straße existiert bereits seit den 90er Jahren eine Strecke, die seinerzeit für BMX-Fahrer gebaut wurde. Nach Rücksprache mit dem Kreis Warendorf kann diese aller Voraussicht nach mit einem überschaubaren Aufwand an die neuen Erfordernisse angepasst werden. Das wurde im Ausschuss klar. Den Kostenaufwand schätzte Bürgermeister Wolfgang Pieper auf 10 000 bis 15 000 Euro.

Da sich unterhalb der Fläche aber Altlasten befinden, der Bereich wurde vor etlichen Jahrzehnten als Müllhalde genutzt, sind Eingriffe in den Untergrund allerdings strikt untersagt. Um Wellen und Sprünge in den Streckenverlauf zu bringen, soll daher Boden aufgetragen und entsprechend modelliert werden, so die aktuelle Idee. Der Bauhof habe bereits erste Vorarbeit geleistet und mit dem Freischneiden der alten BMX-Strecke begonnen, so Gerdes.

Schwieriger gestaltet sich nach Angaben der Verwaltung die Planung eines Ninja-Parcours oder einer ähnlichen Anlage, die in der Gunst der Jugendlichen ebenfalls in der Befragung ganz weit vorne gelandet waren. „Das größte Problem dabei dürfte die Standortfrage sein“, war sich Gerdes sicher und wurde in dieser Einschätzung von Bürgermeister Wolfgang Pieper bestärkt. Denn eine solche Anlage unterliege der Sport-Lärmschutzverordnung.

Sowohl die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Pumptrack als auch die Verwaltung haben bereits nach geeigneten Flächen gesucht. Derzeit führen die Mitarbeiter im Rathaus nach eigenen Angaben erste Gespräche mit Eigentümern potenziell geeigneter Areale. Mit in der Überlegung seien zudem einige städtische Flächen. In Zusammenarbeit mit einem Fachbüro, dafür gab der Ausschuss seine Zustimmung, sollen nun die Areale unter die Lupe genommen und bewertet werden. Erst nach dem Vorliegen dieser Machbarkeitsstudie sollen die weiteren Planungen erfolgen.

Wie bereits berichtet, hatte der Finanzausschuss insgesamt 200 000 Euro für eine oder mehrere Trendsportanlagen im Haushaltsplan zur Verfügung gestellt. Sowohl Pieper als auch Gerdes betonten, dass die weiteren Planungen in enger Abstimmung mit den Kindern und Jugendlichen sowie dem Arbeitskreis erfolgen sollen. Das Ziel sei es nämlich, eine für Telgte und die Telgter Bedürfnisse der entsprechenden Altersgruppe geeignete Anlage zu bekommen.

Bürgermeister Wolfgang Pieper warf in diesem Zusammenhang auch die Idee in den Raum, nicht alles an einem Ort zu konzentrieren, sondern möglicherweise an mehreren Stellen im Stadtgebiet entsprechende Trendsportangebote zu schaffen. Ein solches dezentrales System sei ebenfalls in die Überlegungen einzubeziehen.

Große Zustimmung gab es bezüglich der Planungen seitens der Politik. Ein dickes Lob erhielt dabei auch der Arbeitskreis Pumptrack, der mit seiner Umfrage wesentlich dazu beigetragen habe, konkrete Grundlagen und Wünsche zu haben.

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