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Bäume am „Alten Friedhof“ kontrolliert

Prägende Eiche wieder in Form gebracht

Warendorf

Die Eichen – und andere Bäume – am Alten Friedhof an der Westernfelder Straße könnten bestimmt Geschichten erzählen. Jetzt hat sich eine Baumpflegefirma darum gekümmert, dass das auch weiterhin möglich bliebe. Formschnitt heißt der Fachausdruck.

Andreas Engbert

Für die Eichen auf dem Friedhof in Freckenhorst rückten am Dienstag Experten an. Zum Teil wurden die stattlichen Bäume wieder in Form gebracht (oben), zum Teil ist aber auch keine Standsicherheit mehr gegeben wie bei dem linken Baum im Bild links Foto: Andreas Engbert

„Alt wie ein Baum“ – wollten die „Puhdys“ in ihrem Song schon vor 45 Jahren werden. Die Eichen auf dem „Alten Friedhof“ an der Westernfelder Straße legen da einiges vor: mindestens 200 Jahre dürfte die Eiche an der Nordseite unweit des zentralen Hochkreuzes sein. Und damit der Baum noch lange den Friedhof prägen kann, rückten am Dienstag Experten an, um die stattliche Eiche wieder in Form zu bringen.

Ein größerer Ast war im            vergangenen Jahr herausgebrochen und hatte für eine Asymmetrie in der Baumkrone gesorgt. Das galt es auszugleichen und gleichzeitig die Windangriffsfläche des frei stehenden Baums zu reduzieren. Dazu mussten die Fachleute der Firma „Baumpflege Oberweser“, die extra aus Wehrden im Kreis Höxter angereist sind, mit       zwei großen Hubsteigern  in das  Astwerk des Baumes fahren.

So kann dieser Baum nach Einschätzung der Fachleute noch etliche Jahrzehnte über die Gräber wachen. Ein Glück, welches nicht allen Bäumen auf dem Friedhof zuteilwerden durfte.

Eine Eiche im südöstlichen Teil des Geländes hat bei einer kürzlich vorgenommenen Untersuchung nicht so gut abgeschnitten. Der Baum, der im Vergleich zu den benachbarten Bäumen schon deutlich kleiner wirkt, ist gleich von mehreren Pilzsorten befallen. Das ist ein Problem, weil die Pilze das Holz quasi auffressen. Und damit ist die Standsicherheit dauerhaft nicht sichergestellt. Trotz seiner grünen Laubkrone musste die Eiche daher aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht weichen und nach schätzungsweise gut 100 Jahren gefällt werden. Sicherheit geht vor.

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