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Bürgerschützenbruderschaft unterstützt Vereine

Mit Spenden helfen anstatt Schützenfest feiern

Ostbevern

Da die Bürgerschützenbruderschaft St. Ambrosius davon ausgeht, dass pandemiebedingt auch in diesem Jahr wohl kein Schützenfest anstehen wird, hat sie das vereinseigene Geldsäckel geöffnet, um für befreundete Vereine eine Unterstützung zu leisten

Anne Reinker

Die Schützenbrüder St. Ambrosius Matthias Goldmann, Stefan Licher und Paul Verenkotte (hintere Reihe) freuten sich, Geldspenden an Sebastian Hesse (MVO), Albert Bücker (Spielmannszug Frei Weg) und Hubertus Wiewel (Freiwillige Feuerwehr) überreichen zu können (vorne, v.l.). Foto: Anne Reinker

Findet kein Schützenfest statt, haben die Vereine in der Regel auch keine nennenswerten Ausgaben. Das war nun Anlass für die Vorstandsmitglieder der Bürgerschützenbruderschaft St. Ambrosius, das vereinseigene Geldsäckel zu öffnen und drei befreundeten Vereinigungen unter die Arme zu greifen. Und damit kann man schon erahnen: Auch das Schützenfest in diesem Jahr fällt der Corona-Pandemie zum Opfer.

Die örtliche Freiwillige Feuerwehr, der Spielmannszug „Frei Weg“ sowie der hiesige Musikverein profitieren von der Spende. Sie dürfen sich jetzt über jeweils 500 Euro freuen.

„Es sind Vereine, die uns besonders nahestehen“, erklärt Paul Verenkotte. Alle drei unterstützen, teils schon seit mehreren Jahrzehnten, die Schützenfeste. „Sie sind immer sehr aktiv dabei“, meint der zweite Vorsitzende.

Keinen Mitgliederschwund

Man habe glücklicherweise keinen Mitgliederschwund, erläuterte Verenkotte im weiteren. „Und somit die gleichen Einnahmen, aber keine Ausgaben. Nun hoffen und glauben wir, dass die drei Vereine eine Finanzspritze gut gebrauchen können.“

Das bestätigten Albert Bücker (Spielmannszug Frei Weg), Sebastian Hesse (MVO) und Hubertus Wiewel (Feuerwehr) mit dankenden Worten. Denn Instrumente und Vereinseinkleidung werden trotzdem notwendig, Probenarbeit konnte zeitweilig stattfinden.

„Die Spende unterstreicht die Freundschaft, die in Ostbevern herrscht“, sagt Sebastian Hesse und bestätigte: „Das Geld wird benötigt.“ Und so bleibe das Geld der Mitglieder im Ort, fügt Stefan Licher, Schriftführer des Schützenvereins, hinzu.

Alle Anwesenden sehnen das nächste Schützenfest herbei und gehen vom Stattfinden im nächsten Jahr aus. Jetzt, für ein Pressefoto nach langer Zeit mal wieder die Uniform anzuziehen, sei ein „komisches, aber auch schönes Gefühl“, wie Paul Verenkotte sagt. „Wir alle würden uns freuen, wenn es bald wieder losgeht.“

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