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Wirtschaftswege: Landwirtschaftliche Ortsverbände kooperieren mit Gemeinde

Für Personal und Logistik sorgen

Ostbevern/Brock

Ein Landwirt alleine bekommt keinen Reparaturzug zur Sanierung seiner privaten Wege. Wenn sich viele zusammentun, dann schon. So zumindest der Plan der landwirtschaftlichen Ortsverein, der sich jetzt ein Stück weit in die jährliche Sanierung der Wirtschaftswege durch die Gemeinde einklinken konnte.

Daniela Allendorf

Im Sommer werden regelmäßig die schadhaften Wirtschaftswege durch die Gemeinde saniert. Jetzt haben sich Landwirte zusammengetan, um ihre privaten Zufahrten in diesem Zusammenhang ebenfalls zu reparieren. Foto: Gemeinde Ostbevern/Daniela Allendorf

Auch wenn das Wetter es zurzeit noch nicht vermuten lässt, so steht der Sommer dennoch vor der Tür. Und damit die Jahreszeit, in der regelmäßig die Sanierung der Wirtschaftswege in und rund um die Bevergemeinde stattfindet. Bereits im April wurde es in einer Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses die Frage gestellt, ob sich Landwirte mit ihren zum Teil privaten Wegen und Hofzufahrten nicht den Sanierungsarbeiten der Gemeinde anschließen könnten. „Für das Asphaltieren von Privatstraßen bekommt man ja keinen Reparaturzug“, sagte Simon Stadtmann seinerzeit.

Von der Kommune wurde auf diesen Vorstoß hin gleich Kooperationsbereitschaft signalisiert. Da man als Gemeinde für die Arbeiten sowohl Material als auch einen Reparaturzug gestellt bekomme, die Mitarbeiter des Bauhofes aber selbst die Arbeiten übernehmen würden, sah Hans-Heinrich Witt kein Problem, einer entsprechenden Zusammenarbeit, sollten die Landwirte – zum Beispiel über die Ortsvereine – in dieser Hinsicht selbst für Personal und Logistik sorgen.

Und genau das ist jetzt geschehen. „In der letzten Zeit gab es immer wieder Anfragen von Ostbeverner Landwirten, die Interesse zeigten, ihre Hofzufahrten zu reparieren“, sagt Paul Verenkotte, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ostbevern. Auch bei Amtskollege Thomas Korthorst aus Brock sind solcherlei Anfragen aufgelaufen. Deswegen habe man noch einmal das Gespräch mit der Gemeinde gesucht, die angekündigte Kooperationsbereitschaft blieb auch dabei bestehen. So sei die Ausschreibung der Gemeinde zur Sanierung der Wirtschaftswege um das Anliegen der Landwirte erweitert worden, freuen sich Verenkotte und Korthorst. „In Absprache mit den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden gibt es nun im Spätsommer die Möglichkeit zur Sanierung“, sagt Verenkotte. Dafür habe man zunächst einmal Material für rund fünf Kilometer Wege angefragt, so der Vorsitzende weiter. Zum Prozedere erläutert er: „In der praktischen Umsetzung wird es so aussehen, dass wir im Anschluss an die Gemeinde den Sanierungszug übernehmen werden, um dann die ersten Hofzufahrten in Eigenregie zu erneuern.“ Das bedeute aber auch, dass zu diesem Zeitpunkt die Landwirte gefragt seien. Konkret werde es so ablaufen, dass einer den Zug bedienen wird und weitere Helfer das Material anfahren und verteilen.

Zurzeit besteht für Interessenten noch die Möglichkeit, sich an dieser neuen Aktion zu beteiligen. Wer ebenfalls seine Hofzufahrt oder privaten Wege in diesem Sommer in Eigenregie und in Kooperation mit den Landwirtschaftlichen Ortsverbände sanieren möchte, kann sich an einen der beiden Vorsitzenden wenden.

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