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Kammermusik-Festival kann endlich starten

Mit Beethoven, Bowie und den Beatles beginnt das Jubiläumsjahr

Liesborn

Endlich wieder Live-Musik. Endlich wieder Klassik vor Publikum. Endlich kann es in Liesborn losgehen. Und es gibt nicht nur ein tolles Programm zu feiern, sondern das Festival selbst: Das renommierte Kammermusik-Festival feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

Peter Sauer

Eckart Runge am Violoncello und Jacques Ammon am Klavier eröffnen das Programm zum 50. Kammermusik-Festival Foto: Stadt Kleve

Klassikfans können aufatmen. Zwar mussten die ersten beiden Veranstaltungen der „Liesborner Museumskonzerte“ wegen der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben werden. Doch ab Samstag (29. Mai), wird das hochkarätige Kammermusik-Festival endlich live und vor Publikum in sein 50. Jubiläumsjahr starten. Die Gemeinde Wadersloh hatte in Abstimmung mit dem Kreis die traditionellen Abteikonzerte als Modellprojekt ausgewählt. Mittlerweile sind die Corona-Zahlen in einem Bereich, der, unter Einhaltung eines besonderen Hygienekonzeptes, klassische Livekonzerte ermöglicht.

Wenn Beethoven und Zappa erklingen

Auf dem Programm im Klosterhof Liesborn steht am Samstag um 18 und um 20 Uhr „RollOverBeethoven-Revolution“ mit Eckart Runge am Violoncello und Jacques Ammon am Klavier. Die beiden ergründen die Dialektik Beethovens zwischen Mainstream und Revolution, von den Originalwerken hin zu Bearbeitungen aus der Klavier- und Quartettliteratur. In Gegenüberstellung mit eigens arrangierten Kompositionen von Lennon/McCartney, Jimi Hendrix, Frank Zappa oder David Bowie. Die Tageszeitung „Die Welt“ lobte die klugen Arrangements der beiden Künstler: „Schroff, schräg, schön und nie gefällig.“

Besondere Konzertgenüsse vor imposanter Museumskulisse

Bis Ende Oktober folgen, sollten die Inzidenzzahlen weiterhin niedrig bleiben, die weiteren Konzerte des 50. Kammermusik-Festivals. Das Festival von internationalem Rang ist eng verbunden mit dem künstlerischen Leiter und Gründer Florian Meyer-Langenfeld.

Der künstlerische Leiter und Gründer des Kammermusik-Festivals ist Florian Meyer-Langenfeld. Foto: Kai Kitschenberg

Über 500 Künstler aus aller Welt sind bislang auf dem ältesten Kammermusik-Festival in NRW aufgetreten – renommierte wie junge, am Beginn ihrer Karriere stehende Musiker: von Natalia Gutman, David Geringas, Mirijam Contzen, Anna Gourari über Lise de la Salle, Nikolai Tokarev, Juilliard String Quartet, Duo Troussov, bis zum Artemis Quartett und der Camerata Köln.

Das Festival beinhaltet zudem das „Liesborner Debüt“ (geplant für den 13. Juni um 11 Uhr), welches mit Auftritten ausgewählter erster Preisträger des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ ein Auftrittspodium bietet.

Auch die jüngsten Musiker begeistern in Liesborn. Foto: PD

„Als das erste Kammermusik-Festival unter Corona Bedingungen haben wir selbstverständlich auch ein Konzept zum Schutz des Publikums erarbeitet“, teilt Festivalsprecherin Elke Littmann mit, „unter Beachtung aller von der Bundesregierung vorgeschriebenen Maßnahmen.“ Zuschauer müssen einen Impfausweis, eine Genesenen-Bescheinigung oder einen Corona-Schnelltest mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Beim Konzert muss die medizinische Maske weiterhin getragen werden.

Das Kartenkontingent ist begrenzt. Es empfiehlt sich, rechtzeitig die Karten zu bestellen unter   0 25 23 /950 10 55.

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