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Nachfrage in den Reisebüros zieht langsam wieder an

Mallorca, Kanaren und Deutschland

Warendorf

Es geht wieder los – in den Reisebüros. Das bestätigt auch eine kleine Umfrage bei einigen Anbietern in der Stadt. Mallorca, die kanarischen Insel oder Griechenland sind beliebte Ziele. Aber auch Deutschland steht als Urlaubsland hoch im Kurs. Dafür gibt es Gründe.

Erhard Kurlemann

Menschen baden und sonnen sich am Strand in Can Picafort im Nordosten Mallorcas. Der kleine Ort liegt etwa in der Mitte der Bucht von Alcudia und ist zu „normalen Zeiten“ vom Tourismus geprägt. Foto: John-Patrick Morarescu/dpa

Mallorca, die kanarischen Inseln, Griechenland, Malta und Portugal – das sind Ziele, die Urlauber durchaus kurzfristig anstreben, wie eine kleine Umfrage in einigen Reisebüros der Stadt zeigt. Ein weiteres Land steht auf dem Urlaubsplan: Deutschland.

„Es geht wieder los. Die Nachfrage steigt spürbar,“ sagt Anne Dühlmann, die ein kleines Reisebüro in Freckenhorst betreibt. Vielfach erkundigten sich Interessenten, wohin man unter welchen Bedingungen fahren könne“, berichtet Susanne Meyer, Reiseverkehrskauf­frau im Reisebüro Sieckendiek an der Emsstraße. Nach ihren Erfahrungen aus den vielen Gesprächen hat sie den Eindruck gewonnen, dass „viele Menschen urlaubsbedürftig“ sind

Auch Monika Heuer, Mitarbeiterin im Reisebüro City Center Lückertz, freut sich über die steigende Nachfrage. Es gebe einen größeren Trend zu Zielen in Deutschland, gerade bei Familien sagt sie. Offenbar, weil viele Sicherheit brauchen, um im Fall der Fälle schneller und unkomplizierter wieder nach Hause zu kommen.

Axel Goeke, Geschäftsführer des gleichnamigen Reisebüros am Krickmarkt, hat ebenfalls festgestellt, dass „Deutschland in diesem Jahr wohl ein Renner ist“. Es gebe bereits Regionen, da müssten Urlauber in den Sommerferien bereit sein, Kompromisse zu machen, so stark sei die Nachfrage. Auch er denkt, dass Sicherheit ausschlaggebend für die Wahl des Urlaubszieles sei.

Eine weitere Beobachtung ist allen gemein: „Fernreisen sind aktuell eher die Ausnahme“, berichtet Anne Dühlmann. Die große Enge in Flugzeugen bleibe trotz aller Tests ein Risiko, das derzeit nur vereinzelt in Kauf genommen werde.

„Wir haben Gäste, die sowohl kurzfristig verreisen wollen als auch solche, die ihren Urlaub im Herbst oder erst im Frühjahr nächsten Jahres planen“, erzählt Monika Heuer. Sie hat sich – wie die Kollegen bestimmt auch – in der Pandemie-Zeit durch eine Vielzahl von Corona-Verordnungen „gekämpft“. Viele Kunden hätten sich schon mal „pro forma“ erkundigt, was wo möglich sei. Susanne Meyer sagt, man müsse als Anbieter von Reisen schließlich auf dem Laufenden bleiben, um derartige Fragen beantworten zu können. „Ein Reisebüro ist schließlich für alle Reisenden der erste Ansprechpartner.“

Axel Goeke geht davon aus, dass mit steigender Zahl der Impfungen auch die Nachfrage weiter steigen wird.“ Die Reisebüros jedenfalls sind vorbereitet.

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