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Besitzerin setzt hohe Belohnung aus

Hinterhältiger Angriff auf Haustier: Katze wurde angeschossen

Everswinkel

Mia ist so eigentlich nichts anzumerken. Beim Klingeln an der Haustür kommt sie gleich aus dem Garten angelaufen, streicht ums Bein und schaut neugierig den Besucher an. So, als hätte sie schon auf ihn gewartet. Es hätte aber auch ganz anders sein können, denn Mia hatte Glück im Unglück. Die zutrauliche, bunt gescheckte Hauskatze wurde nämlich am vergangenen Wochenende angeschossen. Offensichtlich mitten im Wohngebiet.

Klaus Meyer

Sorka Wenderoth mit Katze Mia in ihrem Garten am Erlengrund. Zwischen Freitag- und Samstagabend ist das Tier in dem Wohngebiet angeschossen worden. Foto: Klaus Meyer

Besitzerin Sorka Wenderoth ist selbst ziemlich erschrocken. „Bislang hatten wir noch keinen solchen Vorfall. Wenn man sich vorstellt, was hätte passieren können  . . .“, denkt sie laut über einen schlimmeren Ausgang der Geschichte nach. Seit 2017 wohnt sie am Erlengrund, und seit fünf Jahren sind auch „Mia“ und „Monti“ dabei. Zwei Bauerhofkatzen aus einem Wurf, den ihr Partner Markus Koeppel bei einem seiner Lehrgänge entdeckt hatte. Das Paar widmet sich intensiv der Vielseitigkeitsreiterei, Koeppel ist hauptberuflich Pferdewirt und -trainer beim DOKR. Deutsch-Drahthaar Hündin Tilda komplettiert den Haushalt.

Sorka Wenderoth

„Wir sind viel auf Reiterhöfen unterwegs“, und auch am vergangenen Wochenende standen Termine an. Für die Katzen eigentlich kein Problem. Während Mia nur durchs Wohngebiet stromert, zieht Bruder Monti auch mal größere Kreise. Als Sorka Wenderoth dann zurückkehrte, zeigte sich Mia „schon ängstlicher als sonst. Ich habe gesehen, dass sie blutet.“ Bei genauerer Untersuchung fand sich noch im Hals feststeckende Munition, vermutlich von einem Luftgewehr. Nach Rücksprache mit einem Tierarzt entfernte die Everswinkelerin die Kugel selbst. Am Montag folgte dann noch der Besuch beim Tierarzt. „Ich gehe auch dahin, um einen Beweis in der Hand zu haben.“

„Es gibt hier durchaus öfter mal Vorfälle mit Tauben, dass die verletzt werden“, und am Sportpark seien auch schon mal Giftköder entdeckt worden. Aber der Schuss auf ein Haustier – beispiellos. Sorka Wenderoth erstattete deshalb über das Online-Portal der Polizei auch gleich Anzeige gegen Unbekannt und machte den Vorfall in der Everswinkeler Facebook-Gruppe publik. Zahlreiche Reaktionen und Kommentare waren die Folge; vom Mitgefühl bis zu grenzwertigen Andeutungen, dass man sich den Schützen gerne persönlich vorknöpfen würde. Konkrete Sorka Wenderoth hat natürlich in der Nachbarschaft herumgefragt, ob es Beobachtungen gab, aber Hinweise gibt es bislang noch nicht. „Ich will da auch niemanden verdächtigen“, sagt sie und weiß, „ohne die Mithilfe aufmerksamer Bürger gibt es wohl kaum eine Chance, den Täter zu finden“.

Um etwas Dynamik in die Sache zu bringen, haben sie und ihr Partner eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt, um den Schützen zu ermitteln. Es soll ein Anreiz sein. „Der Gedanke dabei war, man muss verhindern, dass sowas noch mal passiert – bei unseren Tieren wie auch bei anderen Tieren.“

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