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Nur kurze Debatte im Stadtentwicklungsausschuss

Grundsätzliches Ja zu Gartenschau-Bewerbung

Warendorf

Der Stadtentwicklungsausschuss stellt den weg Richtung Gartenschau-Bewerbung auf Grün. Buchstäblich, weil die „Warendorfer Position“ weniger Bebauung auf der Emsinsel vorsieht. Falls die LGS kommt.

jp

Die Skizze für die neue Warendorfer Position. Foto: Joachim Edler

Nach etwas mehr als einer halben Stunde war sich der Stadtentwicklungsausschuss einig: Einstimmig votierten die Mitglieder für die von Bürgermeister Peter Horstmann eingebrachte, mit deutlich höherem Grünanteil versehene „Warendorfer Position“ bei der Entwicklung der Brinkhaus-Brache.

Die CDU setzte sich mit ihrem „Ja, aber“ durch: CDU, FDP und Linke/Die Partei reichte ihre eine Stimme Mehrheit, um flexibel auf eine möglicherweise scheiterende Bewerbung um eine Landesgartenschau 2026 reagieren zu können. Sollte das nicht klappen, muss der Rat erneut über die Reduzierung der Wohnbebauung sprechen.

Neuberatung bei erfolgloser LGS-Bewerbung

Alle Fraktionssprecher legten in ihren Stellungnahme Wert darauf, dass ihre Zustimmung nicht mehr als ein Arbeitsauftrag für die Verwaltung sein kann, jetzt vertieft in Gespräche mit den Grundstückseigentümern einzutreten. Andreas Hornung (SPD) sah den Entwurf mit der ungefähren Verteilung von Grünfläche (für eine Gartenschau) und Wohnbauland folglich nur als „grobe Skizze“ an, und André Wenning hielt für die Freien Wähler ebenfalls fest, dass das „nichts in Stein gemeißelt“ sei.

Martin Richter (CDU) war wichtig, dass die Stadt angesichts anderer Investitionen keine Millionen übrig habe, um im Falle einer erfolglosen LGS-Bewerbung letztlich nichts anderes als eine Park-Vergrößerung zu bezahlen. Das könne man in Verträgen problemlos über Rücktrittsrechte absichern.

Detailfragen im laufenden Prozess klären

Die Grünen, so deren Sprecherin Jessica Wessels, haben lange und teils konträr über das Thema gesprochen. Bekanntlich hatte die parteiinterne Brisanz zur Sondersitzung am Mittwoch geführt. Auch wenn die Grünen jetzt zustimmten, behielten sie sich jederzeit eine „kritische Begleitung“ der weiteren Entwicklung vor, die klar den Schwerpunkt Grünflächenentwicklung habe.

Paolo da Silva (Die Partei/Linke) kann den Relikten der Textilbranche etwas abgewinnen – so hässlich sie teils seien, so schön finde er sie. Ob man nicht die ganze Fläche kaufen könne? Das verlief im Sande. Das letzte Wort zur „Posfition“ hatte jetzt der Rat.

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