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Großstudio „Feel Fit“ zieht‘s ins Freie

Zum Testen und Trainieren vor die Tür

Ahlen

Fitnessgeräte vor die Tür: Ahlens Großstudio „Feel Fit“ bereitet sein Comeback vor. Mit Trainingsparcours unter freiem Himmel und einem Testcenter für alle, die es zum Arbeiten und Einkaufen ins Gewerbegebiet Kleiwellenfeld zieht.

Ulrich Gösmann

Einmal den Mund weit auf: Das „Feel Fit“ ist seit Donnerstag Testcenter, um auch im Kleiwellenfeld eine öffentliche Anlaufstelle zu etablieren. Ergebnisse gibt‘s in 15 Minuten. Foto: Ulrich Gösmann

Das Großstudio „Feel Fit“ meldet sich schrittweise zurück. Ein öffentliches Testcenter für das Kleiwellenfeld machte am frühen Donnerstag den Anfang. In der nächsten Woche soll wieder trainiert werden können. Draußen – in Mini-Fitness-Gyms. Und sollte der Kreis Warendorf als Modellregion an den Start gehen, sieht sich Betreiber Frank Langer als heißester Kandidat aus dem Studio-Segment: „Wir sind das modernste und größte Fitnesscenter in der Region.“ Mit Sauerstoffwächter, Hygieneschleuse und weiteren technischen Tops.

In Werne hat Langer sein Bürgertestzentrum seit einer Woche in Betrieb. Jetzt zieht auch der Standort Ahlen mit einem Drive-in nach. Die Stadt habe zwar ein dichtes Netz. Das Kleiwellenfeld sei aber noch ein roter Punkt auf der Karte. „Wir waren der Meinung: Hier gehört auch eins hin.“ Die Genehmigung der Gesundheitsbehörde liege vor, die Mitarbeiter seien gründlich geschult. Zielgruppe sind zunächst Beschäftigte, die es täglich zur Arbeit ins Gewerbegebiet zieht. Und: Kunden der umliegenden Märkte und Anwohner. So lange das Großstudio mit seinen über 2000 Mitgliedern geschlossen bleiben muss, steht ein abgespecktes Trainer-Team mit Stäbchen bereit. Später sollen Externe übernehmen.

Vor dem Einkauf oder der Arbeit zum Drive-in. Foto:

Das Testcenter hat täglich von 8 bis 12 und von 17 bis 20 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 12 Uhr – und: Extraschicht am Muttertag, 9. Mai, von 10 bis 12 Uhr für den Familienbesuch. Wie auch an anderen Stationen empfiehlt sich eine Vorab-Registrierung. Bestenfalls über schnelltest-feelfit.de. Alternativ über den QR-Code vor Ort, aber auch analog, sollte kein Handy zur Hand sein. In 15 Minuten liegt das Ergebnis vor.

Frank Langer

Den Fitnessbetrieb will Frank Langer in der nächsten Woche wieder aufnehmen. Outdoor auf 1200 Quadratmetern überdachter Fläche zwischen Studio und Aldi. Unterteilt in Mini-Fitness-Gyms, um unter strenger Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln mehreren Hausgemeinschaften parallel die Möglichkeit zu geben, zwischen 9 und 20 Uhr zu trainieren. Das Angebot richtet sich an Mitglieder, die sich ihre 45 Minuten Trainingszeit digital buchen. Bis zur nächsten vollen Stunde bleiben 15 Minuten, um Geräte frisch zu desinfizieren. Nutzern legt Langer ans Herz, sich vorher testen zu lassen. Auch für die eigene Sicherheit. Die Türen des Großstudios bleiben derweil geschlossen, Umkleiden und Toiletten sind Tabuzonen.

Letzte Abstimmungen für den Outdoor-Bereich: Frank und Susanne Langer, Studioleiterin Eva Hamer und Vermieter Anton Neuhaus (v.l.). Foto:

Für den Freiluftbereich hat der Studiobetreiber einen eigenen Gerätepark bestellt, der in den nächsten Tagen eingerichtet wird. Der soll auch über die Corona-Zeit hinaus draußen positioniert bleiben. Langer: „Ich denke, dass wir den Outdoor-Bereich lassen werden.“

Die Outdoor-Geräte sind eingetroffen und kommen in den nächsten Tagen vor die Tür. Foto:

Blick auf das Projekt Modellregion Kreis Warendorf: Frank Langer sieht sich rundum gerüstet, seinen Ring ins Rennen um ein Modellstudio zu werfen. Eine Hochleistungsfilteranlage bringe stündlich 50 Millionen Liter Luft ins Studio. Individuell steuerbar könne der Austausch im Kursraum verdoppelt werden. Ein Sauerstoffwächter liefere laufend aktuelle Messwerte. Den Einlass steuert eine Hygieneschleuse, die Temperatur misst und erst dann grünes Licht gibt, wenn auch die Maske richtig sitzt. „Ich glaube, dass Corona uns was für die Zukunft mitgegeben hat“, lässt Langer noch wissen. Das Jahr der Pandemie sei auch das ohne große Grippewelle gewesen, weil Hygienemaßnahmen Wirkung gezeigt hätten. Dieses Wissen sei mitzunehmen.

Der digitale Hygienewächter checkt am Eingangsdrehkreuz Maske und Temperatur. Foto:
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