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Duo Aciano gestaltet Marktmusik

Mit Geige und Gitarre perfekte Harmonie ausgelotet

Ahlen

Bekannt die Stücke aus Rock- und Popgeschichte, ungewöhnlich der Ort der Darbietung: Die Ahlener Marktmusik sendete am Samstag aus St. Ludgeri.

Dierk Hartleb

Nicht nur im klassischen Fach Zuhause: Freya Deiting, die mit Duo-Partnerin Sandra Wilhelms auftrat. Foto: Dierk Hartleb

Bekannte Songs von Ed Sheeran, Cindy Lauper, Metallica oder Greenday ohne Schlagzeug und großes Besteck, sondern nur mit Gitarre und Geige. Für den Kirchenraum von St. Ludgeri die adäquate Instrumentierung, wo am Samstagmorgen die fünfte Marktmusik dieses Jahres stattfand.

Beinahe andächtig folgten die Besucher dem Spiel von Freya Deiting (Geige) und Sandra Wilhelms (Gitarre), die als Duo Aciano seit 2006 gemeinsam mit Stücken auftreten, die Pop- und Rockgeschichte geschrieben haben wie das Chanson „La Foule“ von Edith Piaf oder der Song „Time after time“ der Amerikanerin Cindy Lauper. Für ihr einstündiges Konzert hatten sich die Musikerinnen für Balladen entschieden, so dass auch Heavy Metall von „Metallica“ sehr melodiös klang.

Mit „Libertango“ von Astor Piazzolla stimmten die Künstlerinnen ihre Handvoll Zuhörer in der Kirche und die deutlich zahlreicheren Zuschauer zuhause ein, die den Livestream verfolgten. Es sollte nicht die einzige Ode an den Tango Nuovo bleiben, dem Deiting und Wilhelms mit dem Stück „Nubes de Benos Aires“ (Wolken) von Maximo Diego Pujol eine Hommage widmeten. In ihrer Ansage gab Sandra Wilhelms preis, dass sie mit Freya Deiting nach Bremen gefahren war, um den Argentinier live auf der Bühne zu sehen und anschließend um eine Autogrammkarte gebeten hat.

Kantor Andreas Blechmann, der die Marktmusik konzipiert und betreut, stellte Freya Deiting und Sandra Wilhelms (r.) mit ihrem Programm „Time after time“ vor Foto:

Mit den Arrangements aus ihrem Programm „Time after Time – Classical Music meets Pop, Rock and Tango“ webte das Duo einen Klangteppich durch den Kirchenraum, dem sich keiner der Anwesenden entziehen konnte. Gelegentlich schien es sogar, als ob die Zeit stehen bliebe. Perfekte Harmonien machte Freya Deiting in ihrer Anmoderation zu Ed Sheerans „Perfect“ aus. Die Suche danach zog sich wie ein roter Faden durch das einstündige Konzert, das Punkt Glockenschlag 12 Uhr endete und das mit Leonard Cohens legendärem „Halleluja“ als Zugabe ausklang.

Das Publikum dankte es den Musikerinnen mit begeistertem Beifall für eine Stunde voller Klangzauber, den Tontechniker Michael Oertel mit seinem Team in den Äther schickte.

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