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Vierjähriges Projekt

Energiesparen im Lehrplan

Ahlen

Vier Jahre lang haben sich die städtischen Grundschulen und Kindertagesstätten mit dem Thema Energiesparen beschäftigt. Dabei ließen sie sich auch von der Corona-Pandemie nicht aufhalten und wurden nun belohnt.

Peter Schniederjürgen

Trafen sich zur persönlichen Übergabe der Urkunden im Kindergarten Milchzahn (v.l.): Anna Shalimava Dr. Alexander Berger, Yvonne Frenki, Leonie Sahm und Sergej Menke Foto: Peter Schniederjürgen

Kinder sind Multiplikatoren. Das nutzen die städtischen Grundschulen und Kindertagesstätten. Hier fand in den vergangenen Jahren das Projekt „Klimaschutzmanagement bei der Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten“ statt. Es ist auf vier Jahre angelegt und dient der Vermittlung von energiesparendem Verhalten.

„Alle 14 städtischen Schulen und Kindertagesstätten nehmen an dem Projekt teil“, freut sich Leonie Sahm. Sie betreut das Projekt als Mitarbeiterin des Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) der Stadt. Das Projekt wird durch den Projektträger Jülich (PTJ), im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt unterstützt. Mit im Boot ist seit Mai 2017 das „e&u Energiebüro“ aus Bielefeld. Das Büro steht für eine Kombination aus pädagogischer und energietechnischer Arbeit, mit dem Ziel, den Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren. „Damit wollen wir dauerhafte Beiträge zum Klimaschutz und zur Kostensenkung leisten“, ergänzt Sergej Menke vom Energiebüro.

Energiedetektive unterwegs

An vielen Schulen wurden in den letzten Jahren Energie-AGs gegründet, Energiedetektive ernannt und das Thema „Energiesparen“ in Unterrichtseinheiten eingebunden. Dabei unterstützen die Mitarbeiter des Energiebüros die Einrichtungen mit Materialien oder Mitgestaltung vor Ort.

Die erste Prämierungsveranstaltung fand im Sommer 2018 nach erfolgreich abgeschlossenem erstem Projektjahr in der Sekundarschule statt. Im Sommer 2019 ging der Prämierungsveranstaltung eine an „Fridays for Future“ angelehnte Kundgebung im Berliner Park voraus. In einem Fußmarsch mit bunten, selbstgestalteten Plakaten, Gesängen und Sprechchören zogen die Schüler zur Prämierungsveranstaltung in der Mammutschule.

Persönliche Urkundenübergabe

Die für Juni 2020 geplante Veranstaltung musste wegen Corona abgesagt werden. So wurden die Urkunden für 2019/ 2020 den Teilnehmern gebracht. „Leider kann auch in diesem Jahr keine Veranstaltung durchgeführt werden“, bedauert Bürgermeister Dr. Alexander Berger. So ersetzt die persönliche Übergabe der Urkunden die Feier erneut. Leonie Sahm wird dabei von der städtischen Klimaschutzmanagerin Anna Shalimava und Sergej Menke begleitet. In kleinen Holzkisten finden sich neben der Urkunde und Auswertungsmaterialien ein paar Überraschungen wie Hefte mit Aufgaben zum Klimaschutz, Samenmischung und Thermometer. Die Prämienzahlungen an die Einrichtungen in Höhe von 12 000 Euro werden von der Stadt Ahlen entrichtet.

„Mein großer Dank gilt den Einrichtungen, denn trotz eines sehr schwierigen Schuljahres mit Distanz- und Wechselunterricht hat dieses wichtige Thema seinen Platz im Lehrplan erhalten“, lobt der Bürgermeister. Dabei unterstreicht er, dass die Belastungen in den Kindergärten nicht zu Lasten des Themas „Klimaschutz“ gingen. Dies zeigen die guten Ergebnisse, denn die Schulen erhielten vier Mal Gold, sieben Mal Silber und drei Mal Bronze. Die Kitas dazu noch drei Mal Gold und ein Mal Silber. Die Einrichtungen, die über gesamte Projektzeit am besten abschnitten, erhalten zudem Sonderprämien.

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