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Städtepartnerschaft: Bild gestiftet

Der Ahlener Markt bleibt in Teltow

Ahlen / Teltow

Ein Bild aus Ahlen bereichert jetzt dauerhaft das Rathaus in Teltow. Andere Werke aus der Partnerstadt haben hingegen – zumindest temporär – den Weg in den „Ahlener Kulturkeller“ gefunden.

Christian Wolff

Kunst belebt seit 30 Jahren die Städtepartnerschaft: Der Teltower Künstler Hans-Jürgen Brauer (r.) wird seine Werke ab Pfingsten im „Ahlener Kulturkeller“ präsentieren. Mechthild Massin, Alain Gamper und Manfred Pütter (v.l.) halfen beim Beladen des Transporters. Foto: Christian Wolff

Durch die Ausstellung „Miteinander“ haben zwölf Ahlener Künstler im Oktober 2020 den Weg ins 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Ahlen und Teltow kulturell geebnet. Und eines der Werke, die dabei zu sehen waren, bleibt nun dauerhaft im Teltower Rathaus.

Stellvertretend für die Künstlerschaft hat Manfred Pütter seine Ansicht vom Ahlener Marktplatz mit dem Alten Rathaus und der St.-Bartholomäus-Kirche als Beitrag des städtepartnerschaftlichen Engagements der Stadt Ahlen gestiftet. Aus diesem Anlass sowie zur Pflege der – trotz Corona unverändert engen – Kontakte zwischen dem Verein „Teltow ohne Grenzen“ und dem „Ahlener Kulturkeller“ reiste Pütter gemeinsam mit den Eheleuten Mechthild und Dieter Massin in diesen Tagen in die Partnerstadt.

Farbenfroh bestückte Flure

„Es ist ein guter Brauch bei den Kunstausstellungen der Teltower Partnerstädte, dass nach einer Präsentation jeweils ein Bild in Teltow verbleibt – für die eigene Galerie im Rathaus auf der Etage des Bürgermeisterbüros“, erläuterte Mechthild Massin den Hintergrund. Dirk Pagels, Kulturassistent im dortigen Stadthaus, unternahm mit der kleinen Delegation aus der Wersestadt eine Führung durch die farbenfroh bestückten Flure.

Manfred Pütter, Mechthild Massin und Jürgen Stich (v.l.) bei der Übergabe des Bilds vom Ahlener Marktplatz. Foto: Christian Wolff

„Wir alle haben uns im Oktober rund um die Veranstaltungen zum Tag der deutschen Einheit sehr gut aufgehoben gefühlt und möchten uns für die Gastfreundschaft sowie die vielen guten Kontakte, die daraus neu erwachsen sind, bedanken“, sagte Manfred Pütter bei der Übergabe seines Bildes an Teltows Stadtmarketingbeauftragten Jürgen Stich, der die 30-jährige Zusammenarbeit der beiden Städte auch im Namen des verhinderten Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt würdigte.

In einem Grußwort, das Mechthild Massin verlas, richtete Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger ebenso seinen Dank an alle Beteiligten und sprach dem Stifter seine Wertschätzung für diesen „verbindenden Akt“ aus. Die Vernissage mit vielen Ehrengästen markierte vor einem guten halben Jahr den inoffiziellen Auftakt zum runden Geburtstag dieser Verbindung. Das 30-Jährige sollte eigentlich mit Besuchen auf den jeweiligen Stadtfesten seinen Höhepunkt finden. Ob und in welcher Form das Ganze nun gefeiert wird, steht noch nicht fest. Es werde aber „auf jeden Fall einen Festakt“ geben, blickte Jürgen Stich zuversichtlich in Richtung Spätsommer.

Nächste Ausstellung schon ab Pfingsten

Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein „Teltow ohne Grenzen“ und dem „Ahlener Kulturkeller“ geht unterdessen nahtlos weiter. Schon am nahen Pfingstwochenende wird unter dem Titel „Mein Teltow“ durch Familie Massin in ihrer Einrichtung an der Sedanstraße 112 eine Ausstellung mit Werken des Teltower Künstlers Hans-Jürgen Brauer eröffnet – je nach Lage der Lockerungen mit überschaubarer Präsenz am Sonntag (23. Mai) um 11 Uhr und auf jeden Fall mit der Möglichkeit des „digitalen Besuchs“ im Nachgang, wie es schon bei der Ausstellung „Corona in Ahlen“ erfolgreich praktiziert wurde.

So machten die Ahlener am Donnerstag noch einen Abstecher zu Brauers Atelier, wo die Werke direkt in einen Transporter geladen und auf die Reise nach Ahlen geschickt wurden. „Vielleicht lässt es sich ja einrichten, dass auch wir uns bald mal wieder auf den Weg nach Ahlen machen können“, sagte Alain Gamper, Vorstandsmitglied bei „Teltow ohne Grenzen“. Dann wäre auch Hans-Jürgen Brauer gerne wieder dabei.

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