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Neues „Wohnquartier Bültstraße“

Senioren als Zielgruppe

Ochtrup

Zwischen Bültstraße und Ostwall soll ein neuer Wohn- und Gewerbekomplex entstehen. Ziel ist es, möglichst viel des aktuellen Bestand zu übernehmen und zu sanieren. Bis zu 30 Wohneinheiten könnten dort entstehen, die vornehmlich Senioren ansprechen sollen.

Alex Piccin

Zwischen Bültstraße und Ostwall soll ein Komplex mit 30 Wohneinheiten und Gewerbefläche entstehen. Das Bild zeigt rechts einen Entwurf der Südseite des Gebäudes und hinten das bestehende Hotel am Wigbold. Foto: Höveler Projektentwicklung

Die erste Hürde ist genommen, weitere sind aber bis zur Zielflagge noch aufgestellt. Es geht um ein Bauvorhaben zwischen Bültstraße und Ostwall. Dort sollen nach dem Willen eines Ochtruper Investors bis zu 30 barrierefreie Wohneinheiten in der Größe zwischen 20 und 70 Quadratmeter oder größere Maisonettewohnungen entstehen. Das Bauleitplanverfahren wird derzeit vorbereitet. Mit der Planung des Wohnhauses beauftragt ist das noch junge Unternehmen „Höveler Projektentwicklung“ um Christian Höveler aus Ochtrup und Jan-Niklas Kippelt aus Metelen.

Höveler hat sich als Bauingenieur im Bereich der Bestandsnutzung spezialisiert, Kippelt befindet sich als angehender Architekt im entsprechenden Masterstudiengang. „Viele kleinere Sachen haben wir bereits gemacht. Das ist aber unser erstes größeres Projekt, das wir zusammen betreuen“, erklärt der Ochtruper. Zielgruppe des „Wohnquartiers Bültstraße“ seien Senioren. Im Erdgeschoss wird es zur Bültstraße hin Gewerbeflächen sowie im südlichen Bereich Parkplätze geben. Die darüberliegenden Stockwerke sind den Wohnungen vorbehalten.

Bültstraße 8 und 10 überprüfen

„Wir möchten möglichst viel Bestand erhalten“, sagt Höveler. In den Blick nimmt er dabei die Gebäude an der Bültstraße 8 und 10, deren Giebel zur Bültstraße zeigen. Es gehe insgesamt darum, den Charakter der Kerngebäude zu erhalten und das Areal bis zum Ostwall zu beleben. Dessen Aufwertung soll auch dazu beitragen, die Attraktivität des Altstadtbereichs zu steigern. Dabei möchten die Verantwortlichen alle Beteiligten, wie Grundstückseigentümer und Anwohner, an einen Tisch holen. Das Konzept und den Vorentwurf hat das Büro dem Ochtruper Gestaltungsbeirat bereits vorgelegt. „Und wir mussten nicht sofort wieder gehen“, sagt Kippelt lachend, aber auch etwas erleichtert.

Christian Höveler

Der südliche Abschnitt ist in der Planung weit vorangeschritten. Höveler und Kippelt haben sich dazu entschlossen, die Stellflächen als überbaubares Garagengeschoss und nicht in einer Tiefgarage einzuplanen. „Hätten wir dies getan, würden wir mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf Bodendenkmäler stoßen. So werden diese nicht angetastet und können zu einem späteren Zeitpunkt immer noch geborgen werden“, erklärt Höveler.

Heller Innenhof

Der Innenhof wird über Tageslicht verfügen und überdacht sein. Die Stockwerke bekommen direkte Verbindungswege über Treppen. Die nördliche Seite zur Bültstraße ist bislang nur grob geplant worden. Sie kann sich daher im Aussehen noch komplett verändern. Die Idee ist aber, eine Giebelfassade zu errichten.

Wenn alles ohne Komplikationen läuft, könnte – nachdem planungsrechtliche Sicherheit geschaffen worden ist – Ende dieses Jahres der Bauantrag gestellt werden. Höveler und Kippelt geben zum tatsächlichen Baubeginn eine vorsichtige Schätzung ab: „Im Frühjahr oder Sommer 2023 könnte es losgehen.“ Es müsse etwa noch geprüft werden, was vom Bestand erhalten und eingebunden werden kann. Außerdem müssen sie die rechtliche Komponente abwarten.

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