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Aktion in Kindergärten

Punkte sammeln fürs Klima

Metelen

Mit der Aktion „Grüne Meilen“ versuchen die beiden Kitas des Familienzentrums „Hand in Hand“, schon kleine Kinder für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Innerhalb von zwei Wochen können die Mädchen und Jungen die Punkte sammeln, wenn sie etwa umweltfreundlich zur Kita kommen. Die Leiterinnen der Einrichtungen hoffen, dass das Projekt auch auf die Eltern und Verwandten abfärbt.

Dieter Huge sive Huwe

Kleine Klimaschützer unterwegs: Lina aus der Kita St. Josef zeigt stolz ihr Sammelheft für die grünen Punkte. Jedes Mal, wenn sie mit dem Rad zum Kindergarten fährt, gibt es einen davon für das Sammelheft. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Kinder sensibilisieren für das Thema Klimaschutz ist das Ziel einer Aktion, an der sich aktuell und auch noch in der kommenden Woche die beiden katholischen Kitas im Ort beteiligen. Unter dem Titel „Grüne Meilen“, sammeln die Mädchen und Jungen in dieser Zeit Punkte für ein Sammelheft.

Es geht vornehmlich darum, Alltagswege bewusst zurückzulegen. Durch das Sammeln der Punkte erlernen die Kinder, dass auch kleine Wege, wie etwa der tägliche mit dem Roller in die Kita oder der nachmittägliche Spaziergang gut fürs Klima sind – es sind schließlich „grüne Meilen“.

Durch die spielerische Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima, Verkehr, Regionalität und Energiesparen steigern die Mädchen und Jungen ihr Bewusstsein für eine umweltschonende Mobilität, umschreiben die Kitas ihre Beteiligung am Projekt. Die Sammelaktion macht auch für die Kleinsten die eigenen Beiträge zum Klima begreifbar und honoriert dies zum Finale mit einer schönen Urkunde, auf der die erzielten Punkte vermerkt sind.

Karin Krechting, Leiterin der Kita St. Marien, hat mit den grünen Meilen zugleich aber auch die Eltern der Kinder im Visier: „Ein Ziel der Aktions ist es auch, die Erwachsenen für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren.“ Ideal wäre es beispielsweise, wenn das Elterntaxi mal in der Garage bleibt und der Weg in den Kindergarten gemeinsam zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt wird. Praktischer Nebeneffekt: So wird nicht nur die körperliche Fitness der Steppkes und ihrer Eltern gestärkt, sondern zugleich auch das Verhalten im Straßenverkehr geübt.

In ihrer Kita, so Krechting, seien die Kinder unter anderen durch Filme aus der Sendung mit der Maus und „Löwenzahn“ auf das auf den ersten Blick recht komplexe Thema Klimaschutz kindgerecht vorbereitet worden.

In der Kita St. Josef, die ebenfalls beim Projekt mitmacht, wurden auch die Bastelaktion von Insektenhotels für daheim und das Einsäen von Blumensamen mit dem Thema verbunden, so Einrichtungsleiterin Anja Wenselowski.

Parallel, berichtete schildert sie, gebe es in der St.-Josef-Kita ein Sponsoring-Projekt, mit dem Eltern und Verwandte für die erreichten grünen Meilen der Kinder einen kleinen Betrag leisten. Dieser wird gesammelt und geht an den Verein Klima-Bündnis in Frankfurt

Dieser unterstützt mit dem Ergebnis der bundesweiten Aktion über einen Partner in Amazonien Kinder im Regenwald von Peru mit umweltfreundlichen Solarlampen. Diese ersetzten die dort üblichen Petroleumlampen, welche nicht nur das Klima belasten, sondern überdies durch ihre Ausdünstungen auch gesundheitsschädlich sind.

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