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Vorfreude auf Großprojekt

Medienschaffender Roland Busch ist kein Verlierer der Pandemie

Nordwalde

Der bekannte Nordwalder Sänger, Regisseur und Theaterpädagoge Roland Busch gehört wohl zu den wenigen Medienschaffenden, dem die Corona-Krise kaum oder gar nicht zugesetzt hat. Zwar steht der Tenor der A-cappella-Gruppe „6-Zylinder“ aus Münster seit mehr als einem Jahr nicht mehr auf der Bühne, aber weil der 52-jährige Nordwalder in der Medienbranche breit aufgestellt ist, war und ist er stark nachgefragt.

Matthias Lehmkuhl

Das ist kein Photoshopbild, sondern stammt als Einzelbild aus Animationen. Die Menschen und Kutschen auf den Straßen sind ebenfalls animiert. Foto: Roland Busch

Das Coronavirus und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen wirken sich enorm auf den Wirtschaftszweig der Kultur- und Kreativwirtschaft aus, in ganz besonderem Maße bei den Akteuren der Film- und Medienbranche. Produktionsfirmen, Kinos, Verleiher, Agenturen und vor allem freiberuflich Tätige stehen vor existenzbedrohenden wirtschaftlichen Schäden. Zwischenzeitlich wurden seitens der Politik Umstrukturierungen und Lösungsmaßnahmen – auch von der Seite der Film- und Medienförderungsanstalten – gefordert.

Der bekannte Nordwalder Sänger, Regisseur und Theaterpädagoge Roland Busch hingegen gehört wohl zu den wenigen Medienschaffenden, dem die Krise kaum oder gar nicht zugesetzt hat. „Natürlich mussten aufgrund der sich dauernd verändernden Hygieneverordnungen die Konzerte mit 6-Zylinder verschoben werden“, unterstreicht der Tenor der bekannten A-cappella-Gruppe aus Münster.

Kinofilme

Aber populärer geworden ist der 52 Jahre alte Vater zweier Kinder im Alter von 18 und 16 Jahren im Münsterland durch seine Kinofilme. Zum einen „Eises Kälte“, der vor drei Jahren in fast allen Städten und Gemeinden der Region mit großem Erfolg einem breiten Publikum vorgeführt worden ist, und zum anderen „Totgeschwiegen“, der im vergangenen März im Burgsteinfurter Autokino seine Welturaufführung hatte und viel Lob erhielt. An beiden Spielfilmen war auch der Borghorster Autor, Hörspiel-Produzent und Filmemacher Klaus Uhlenbrock maßgeblich beteiligt.

Roland Busch

„Klaus und ich haben in der Vergangenheit und während der Corona-Zeit viele Projekte erfolgreich umsetzen können. Wir beide werden die Zusammenarbeit nicht nur fortsetzen, sondern auch intensivieren“, betont Roland Busch und ergänzt, dass er nur kurz überlegt hatte, im vergangenen Jahr die Corona-Soforthilfe in Anspruch zu nehmen. Auch weitere mögliche Überbrückungsgelder hat Roland Busch nicht angefordert.

In Kürze soll mit „Bagno Digital“ das nächste Großprojekt vorgestellt werden. „Damit werde ich Anfang Juni starten. Wenn das Projekt freigegeben worden ist, kann ich damit an die Öffentlichkeit gehen und detaillierte Informationen geben“, spannt der Nordwalder Regisseur sein Publikum auf die Folter.

Zu Beginn seiner Kariere arbeitete Busch als Theaterpädagoge und Regisseur für Musicals und Theaterstücke. Unzählige Stücke sind entstanden. Darunter auch viele eigene Produktionen. Live-Regisseur für Musikshows und Musicals ist er ebenfalls. Die Leidenschaft für den Film entdeckte der 52-Jährige erst spät.

Filmproduktionsfirma

2014 gründete er die Filmproduktionsfirma KaRo Pictures UG mit der Roland Busch im selben Jahr Kinofilm „8cht“ auf die Beine stellte. Künftig wird er in einer angemieteten Halle in Nordwalde für Firmen und Werbeunternehmen eine sogenannte „Virtual Production“ anbieten können. „Mit von mir erstellten Hintergründen und Bildern, die ich komplett digital erstellt habe“, erläutert der Medienschaffende und zeigt auf vier Bilder: „Die Menschen und Kutschen auf den Straßen, die auf den Bildern zu sehen sind, sind ebenfalls animiert. Alle Bilder sind von mir erzeugte 3D-Modelle. Auf unserer Homepage www.karopictures.de nennen wir das ,3D-Welten‘.“ Alles sei möglich. Ob eine Marsoberfläche, ein Bergpanorama oder ein Römerkastell. „Ich erstelle das alles selbst“, sagt Busch nicht ohne Stolz.

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