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BWG bereitet sich auf Start der Freibadsaison vor

Schwimmen ab Anfang Juni?

Lengerich

Ab wann ist ein Freibad-Besuch in Lengerich wieder möglich? Beantworten kann diese Frage derzeit wohl niemand. Die Bäder- und Wasser GmbH bereitet aber alles dafür vor, dass es Anfang Juni wieder losgehen kann, wenn es die Corona-Pandemie denn erlaubt.

Paul Meyer zu Brickwedde

Ob im Becken oder auf den Liegewiesen: Abstand halten war im vergangenen Jahr eine der zentralen Regeln im Freibad. Daran wird sich in der anstehenden Saison sicher nichts ändern. Foto: Mareike Stratmann

Geht es nach der Bäder- und Wasser GmbH (BWG), könnte die Freibadsaison in Lengerich wohl am ersten Juni-Wochenende starten. Das berichtet Betriebsleiter Tilo Frömmel – der jedoch gleich eine entscheidende Einschränkung hinterher schiebt: Mögen die technischen Voraussetzungen auch gegeben sein, entscheidend werde sein, wie sich die Corona-Lage entwickelt und was daraus die Landesregierung an Vorgaben für die Badbetreiber ableitet.

„In Niedersachsen gibt es die schon, in Nordrhein-Westfalen noch nicht“, berichtet Frömmel. Entsprechend könne sich das Team in Lengerich auch noch nicht dezidiert vorbereiten auf das, was kommt. Der Betriebsleiter tippt aber, dass das Prozedere ähnlich ablaufen könnte wie im vergangenen Jahr. „Plus Luca-App.“ Was die Erfassung der Besucherdaten erheblich vereinfachen würde, denn Papierkram würde dadurch überflüssig.

Behält der Betriebsleiter mit seiner Prognose recht, wird es also wieder Besucher-Höchstgrenzen geben, und auch in den Becken dürfte sich zeitgleich nur eine bestimmte Zahl von Schwimmern aufhalten. Darüber hinaus spricht der BWG-Mann von „einer Menge Fragezeichen“, die es aufgrund der ungewissen Lage gebe.

Beispielhaft nennt Frömmel das Duschen: Wird es erlaubt oder verboten? Da es in geschlossenen Räume stattfinde, seien Aerosole ein wichtiger Punkt. Und mit Maske duschen? Wohl kaum. Wäre somit das Risiko zu groß? Im vergangenen Jahr konnte sich noch jeder den warmen Schauer holen – allerdings waren einige Duschen gesperrt worden. Der BWG-Mann ist momentan eher skeptisch, was diesen Punkt angeht.

Aktuell ist der Stand im Freibad so, dass das alte Wasser aus den Becken raus ist und neues eingelassen wird. Dann könne die Technik in Betrieb gesetzt werden, die zum Beispiel für die richtige Menge Chlor sorge, erklärt Tilo Frömmel. Was danach als nächstes anstehe, sei die Entnahme von Wasserproben durch das Gesundheitsamt. Deren Auswertung dauere in der Regel fünf bis sieben Tage. Kämen die Duschen noch hinzu – dort geht es nicht zuletzt um Legionellen –, sei mit einer etwas längeren Prozedur von rund zehn Tagen zu rechnen.

Die Frage, ob das Arbeiten angesichts der Unsicherheiten durch die Pandemie Spaß mache, antwortet der Betriebsleiter offen heraus: „Nein, das muss man einfach sagen.“ Hoffnungsschimmer und Trost dürften unter anderem Billerbeck und Lüdinghausen sein. Dort sind die Freibäder bereits geöffnet worden – als Modellprojekte (WN berichteten). Dass der ein oder andere es inzwischen kaum noch abwarten kann, endlich wieder ins kühle Nass zu springen, lässt sich aus den Anfragen ersehen, die bei der BWG nach den Worten des Betriebsleiters auflaufen.

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