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Neue Schulentwicklungsplanung

Berechnungen bis ins Jahr 2028

Lengerich

Wie werden sich die Schülerzahlen an Lengerichs Schulen in den kommenden Jahren entwickeln? Vor allem dieser Frage geht die „Schulentwicklungsplanung 2021 bis 2026 mit einem Ausblick bis 2028“ nach. Alles in allem kommt Schulplaner Dr. Detlef Garbe zu dem Schluss, dass es recht stabile oder leicht steigende Zahlen geben wird.

Paul Meyer zu Brickwedde

Zur Grundschule Stadt wird in dem Bericht gesagt, dass sie „künftig eine Unterrichtsversorgung mit bis zu drei Zügen“ wird anbieten müssen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Eine stabile Grundschul-Landschaft, eine dauerhafte Vierzügigkeit am Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) und die Prognose, dass an der Gesamtschule ab 2026 erneut die Notwendigkeit zur Bildung einer sogenannten Überhangklasse gegeben sein könnte – das sind zentrale Aussagen aus der Lengericher „Schulentwicklungsplanung 2021 bis 2026 mit einem Ausblick bis 2028“.

Schulplaner Dr. Detlef Garbe, der die Stadt seit Jahren berät, hat das 19-seitige Papier auf Grundlage der Bevölkerungsprognosen des statistischen Landesamts IT-NRW erstellt, aber auch, wie es im Bericht heißt, „ergänzend die in den nächsten Jahren anstehenden Gebiete mit Wohnbebauung und deren Effekt für die Schülerzahlen untersucht“. Wie groß dieser Effekt sein wird, lässt sich allerdings nicht direkt ersehen.

IT-NRW geht davon aus, dass die Einwohnerzahl Lengerichs bis etwa 2030 stabil um 22 500 liegt und dann bis 2040 leicht abnimmt. Die Zahl der Kinder unter einem Jahr wird nach Berechnungen der Statistiker von derzeit 213 recht kontinuierlich auf 161 zurückgehen, die der Fünf- und Sechsjährigen zunächst von aktuell 219 auf 237 im kommenden Jahr anwachsen, dann Schritt für Schritt ebenfalls schrumpfen und die der Neun- und Zehnjährigen bis 2028 von jetzt 204 auf 232 anwachsen und dann ab 2030 leicht sinken.

Für drei der vier Grundschulen (Hohne, Intrup, Stadtfeldmark) bedeutet das laut Schulentwicklungsplanung, dass bis 2028 mit einer Zweizügigkeit geplant werden kann. „Die Grundschule Stadt wird künftig eine Unterrichtsversorgung mit bis zu drei Zügen anbieten müssen“, konstatiert Garbe.

Eine gewichtige Aussage wird in dem Bericht bei den Grundschulen zum Thema Einzugsbereich gemacht. „Für die Stadt Lengerich ist zunächst zu bedenken, dass die vier Grundschulen räumlich über das Stadtgebiet verteilt sind. Die geografische Lage der Schulen bedingt allerdings, dass die Grundschule Intrup die Schule mit dem höchsten Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist. Diese Schule erhält in der Regel auch die geringsten Anmeldezahlen, ob hier zum Beispiel aus Gründen einer optimierten Klassenbildung an allen Standorten durch die Bildung von Einzugsbereichen gegengesteuert werden kann oder soll, wäre Teil einer schulpolitischen Debatte.“

Für das HAG wird in der Planung für die kommenden Jahre steigenden Anmeldezahlen gerechnet; der Spitzenwert würde demnach 2026 mit 114 erreicht, ein Wert, den es zuletzt 2015 gegeben hat.

Ähnlich ist das Bild an der Gesamtschule. Behalten die Schulplaner recht, starten dort 2026 190 Fünftklässler, für das laufende Jahr werden in dem Bericht 162 aufgeführt. Empfohlen wird aufgrund dieser Prognose und der genannten Option, dass eine Überhangklasse erforderlich werden könnte, ein jährliches Schülerzahlenmonitoring für die Gesamtschule.

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