1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Alles neu auf 2500 Quadratmetern

  8. >

Nächster Abschnitt der Erweiterung und Modernisierung von Haus Widum

Alles neu auf 2500 Quadratmetern

Lengerich

Die Erweiterung und Modernisierung von Haus Widum ist eine zeit- und kostenintensive Mammutaufgabe. Der zu der Senioreneinrichtung gehörende Neubau ist seit einiger Zeit in Betriebt. Nun ist ein Bereich an der Reihe, in dessen Zentrum der älteste Teil des Komplexes steht.

Paul Meyer zu Brickwedde

Viel zu berichten haben (von links) Architekt Christian Beike, Bauleiter Christoph Boer, Haus-Widum-Geschäftsführerin Sonja Bender und GMP-Geschäftsführer David Korte über die laufenden Arbeiten. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Erweiterung und Modernisierung von Haus Widum ist eine zeitintensive und mit circa 20 Millionen Euro kostspielige Mammutaufgabe. Der zu der Senioreneinrichtung gehörende Neubau ist seit einiger Zeit in Betrieb und auch die Servicewohnungen wurden bereits saniert. Nun ist ein Bereich an der Reihe, in dessen Zentrum der älteste Teil des Komplexes steht. Der stammt aus dem Jahr 1954 und stellt mit seinen Gegebenheiten für die Verantwortlichen durchaus eine Herausforderung dar. Noch haben sie einiges vor der Brust, sollen doch in den kommenden Monaten weitere 43 Servicewohnungen und eine Tagespflege entstehen.

Möglich wird das durch den Umzug der bisherigen Bewohner in den Neubau, in dem die Vollzeitpflege Platz gefunden hat. Um das aufwendige Vorhaben zu realisieren, hat sich die Altenzentrum Haus Widum gGmbH mit einem laut Geschäftsführerin Sonja Bender bewährten Partner zusammengetan, der GMP Projekte GmbH & Co. KG. Gemeinsam hat man eine Gesellschaft gegründet, die die Baumaßnahme realisiert. Mit dem Unternehmen aus Nordhorn kooperiert Haus Widum bereits beim Seniorenzentrum Gempt und auch in Ladbergen.

Bender verweist darauf, dass GMP das nötige Wissen für das ambitionierte Bauvorhaben mitbringe. GMP-Geschäftsführer David Korte betont, dass das Vorhaben „auf Langfristigkeit angelegt“ sei und der „Urstandort gestärkt“ werde. Zwar seien die Pläne für das ehemalige klr-Gelände an der Schulstraße, wo die Cureus GmbH aus Hamburg eine Seniorenresidenz baut, nicht ausschlaggebend für das, was in und an Haus Widum passiere. Doch angesichts dieser Veränderungen in Lengerich habe das jetzige Vorhaben natürlich auch eine Signalwirkung. Mit den verschiedenen Angeboten werde an der Bodelschwinghstraße künftig ein in sich rundes Leistungsspektrum etabliert.

Die Tagespflege, die im Erdgeschoss zur Seite Im Hook entsteht, wird auf etwa 300 Quadratmetern 14 Plätze bieten. Auf weiteren rund 2200 Quadratmetern verteilen sich die 43 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 80 Quadratmetern. David Korte kündigt an, dass sie ab sieben Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zu haben sein werden. Wie bei den bereits vorhandenen Servicewohnungen gibt es Leistungen wie den Hausnotruf, Betreuung bei Behördenangelegenheiten oder Veranstaltungen und Gemeinschaftsangebote. Haus Widum mietet von der mit GMP gemeinsam betriebenen Gesellschaft die Tagespflege an und betreut die Wohnungen.

Die Verantwortlichen versichern, dass das Haus weiterhin kirchlich geprägt sein werde. Als Symbol dafür kann der Erhalt des kleinen Turms mit Kreuz gewertet werden, der eine neue Holzverschalung bekommen soll. Im März haben die Bauarbeiten begonnen.

Architekt Christian Beike und Bauleiter Christoph Boehr berichten von den Fortschritten und Schwierigkeiten. Demnach schreitet der Innenausbau gut voran, das neue Dach werde in etwa vier Wochen fertig sein und auch der Austausch der Fenster laufe. Gleichwohl gebe es Verzögerungen, die wohl dafür sorgen, dass der angestrebte Termin für die Fertigstellung  Ende des Jahres nicht gehalten werden kann. Hauptgrund dafür seien Probleme bei der Materialbeschaffung. Das derzeit so gefragte Bauholz sei zwar da, sagt Christian Beike, aber es hapere zum Beispiel bei den Dämmplatten, ergänzt Christoph Boehr. Verbunden sei das auch noch mit einer „Kostenexplosion“ bei den Materialien.

Sorgenfalten habe er deshalb aber keine, so GMP-Geschäftsführer David Korte. Die Mehrkosten taxiert er auf einen sechsstelligen Euro-Betrag. Dass bei einer Sanierung im Bestand nicht alles glatt laufe, werde aber berücksichtigt. „Das Ganze ist solide durchkalkuliert.“

Stolz sind die Beteiligten nicht zuletzt auf das energetische Konzept. Mit kfw 55 werde der bei einem solchen Vorhaben höchst mögliche Standard erreicht, berichtet Architekt Christian Beike. Das sei „zukunftsweisend“. Sonja Bender ist indes noch ein weiterer Aspekt wichtig: Haus Widum wolle sich noch mehr gegenüber der Stadt öffnen. Ausdruck dieses Anspruchs soll, zusammen mit dem neu gestalteten Innenhof, der Verwaltungsbereich werden, der zur Bodelschwinghstraße hin im Bereich des bisherigen großen Saals Platz findet und Bürgern offen stehen soll.

Wer Interesse an der Anmietung einer der neuen Servicewohnungen hat, kann sich schon jetzt in Haus Widum melden und informieren.

Startseite