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Grünflächenpflegekonzept für Ochtrup

Jetzt soll zügig beraten werden

Ochtrup

Die Stadt soll sauber und schön sein. Das wünscht sich Bürgermeisterin Christa Lenderich stellvertretend für wohl alle Ochtruper. Der Weg dorthin soll unter anderem über ein Grünflächenpflegekonzept führen, das im Ausschuss für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung vorgestellt worden ist. Dieses sieht zum Beispiel vor, vier neue Vollzeitstellen zu schaffen.

Alex Piccin

Die Stadt Ochtrup erarbeitet derzeit gemeinsam mit Landschaftsarchitektin Monika Böhm (kl. Bild) ein Grünflächenpflegekonzept. Foto: Anne Steven

Das Grünflächenpflegekonzept umzusetzen, wird eine Herausforderung. Diesen Eindruck bekamen die Politiker in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung, als Monika Böhm Möglichkeiten und Empfehlungen für Ochtrup vorstellte. Die Umsetzung des Konzepts sei auf zehn bis 15 Jahren ausgelegt.

Die Landschaftsarchitektin aus Konstanz hat gemeinsam mit dem Baubetriebshof den aktuellen Stand der Pflegearbeiten ermittelt, die künftigen Qualitätsstandards festgelegt, dazu drei exemplarische Anlagen begutachtet, Jahrespflegepläne formuliert sowie den zu erwartenden Arbeitsaufwand errechnet. Sie teilte die städtischen Grünflächen in drei Kategorien ein. Dem legte sie drei Bausteine zugrunde: Die Ende vergangenen Jahres fertiggestellte Katastierung der Bestände, eine Qualitätsbestimmung sowie die erforderliche betriebswirtschaftliche Steuerung. Dabei orientierte sich die Expertin an bundesweiten Kennzahlen, die nicht immer mit den vorgefundenen örtlichen Begebenheiten zusammenliefen. Oft müsse mehr gemacht werden als aktuell. Bei der Pflege der Sportplätze allerdings schlug Böhm vor, die Intensität zu reduzieren.

Die Stadt Ochtrup erarbeitet derzeit gemeinsam mit Landschaftsarchitektin Monika Böhm ein Grünflächenpflegekonzept. Foto: Anne Steven

Die Katastierung sei eine grundlegende Arbeit gewesen, die es nun fortzuführen gelte. Hierzu soll eine fachliche Koordinierungsstelle in der Verwaltung geschaffen und in der Übergangsphase externe Hilfe beansprucht werden. Insgesamt hat Böhm einen zusätzlichen Bedarf von 4,3 Ganzjahresvollzeitkräften errechnet: „Man kann daran nur rütteln, wenn die Arbeitsabläufe optimiert oder die Arbeiten an Fremdfirmen vergeben werden.“ Sie schlug vor, eigene Kräfte zu qualifizieren oder Auszubildende einzusetzen.

Degenerierte Bereiche machten den größten Aufwand aus, sagte die Landschaftsarchitektin: „Lückenhafte Flächen erzeugen bis zu fünf Mal mehr Arbeit.“ Auch die Vielzahl an Sonderarbeiten oder sogenannten Aufträgen per Zuruf müssten besser koordiniert werden.

Diskussionen eröffnet

Die Wallanlagen werden im Konzept in der Kategorie II geführt. Josef Hartmann (SPD) frage sich, ob es nicht sinnvoll wäre, sie in die Kategorie I zu nehmen, da deren Aufwertung ohnehin geschehen soll. „Wir haben uns darauf konzentriert, die Kategorien nicht zu hoch anzusetzen. Im Zweifel haben wir uns für die niedrigere entschieden. Die Kategorie II widerspricht nicht einer hohen Qualität“, antwortete Bauamtsleiterin Karin Korten. Es handele sich hier um eine politische Entscheidung, die noch diskutiert werden müsse.

Claudia Fremann formulierte für die Freien Wähler eine ganze Reihe an Fragen, die unter anderem finanzieller, organisatorischer und struktureller Natur waren. Die Vorstellung des Grünflächenpflegekonzepts sei der „erste Aufschlag“. „Es ist eine Basis gelegt, in der noch keine weiterführende Fragen berücksichtigt sind“, erklärte Korten.

Schnelle Bearbeitung erwünscht

Das Konzept solle daher in den Fraktionen möglichst zügig beraten werden. „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. Es wird wohl mehr als eine Fraktionssitzung nötig sein. Aber wir möchten gerne so schnell wie möglich weitermachen“, gab die Erste Beigeordnete, Birgit Stening eine grobe Richtung vor. Bürgermeisterin Christa Lenderich wünschte sich ebenfalls eine zügige Beratung: „Es wäre gut, auch mit Blick darauf, dass wir im November den Haushalt 2022 einbringen möchten, wenn nächstes Jahr mit den ersten Schritten begonnen werden kann. Wir alle wollen eine saubere und schöne Stadt. Es ist klar, dass das auch mehr Geld kostet.“

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