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Neue Projekte von Greven Marketing zum Thema „Innenstadt erleben“

Rettet den Bürgermeister . . .

Greven

Greven Marketing arbeitet zur Zeit an mehreren Projekten. Das übergeordnete Ziel dieser Projekte sei es, die Menschen wieder in die Innenstadt zu holen und diese erlebbarer zu machen. Einige Ideen sind schon in die Tat umgesetzt, andere sind noch in der Planung.

Peter Beckmann

Andrea Grahn-Schürmann präsentiert den „stummen Stadtführer“ Foto: gm

Rettet den Bürgermeister, so die Aufforderung. Ja, aber ist der denn noch zu retten? Hoffen wir das Beste. Wie das gehen könnte, dazu später mehr. Klar ist: Diese Aktion ist eine von mehreren, die sich die Mitarbeiter von Greven Marketing unter dem Oberbegriff „Belebung der Innenstadt“ ausgedacht haben.

Eben jene Mitarbeiter von Greven Marketing haben es zur Zeit ja nicht wirklich leicht. Touristik findet seit Wochen und Monaten nicht statt, Veranstaltungen können zwar geplant werden, nur wandern diese Planungen dank Corona meistens auch wieder direkt in der Tonne. „Wir hatten jetzt Zeit Projekte anzugehen, die wir schon eine ganze Zeit vor uns her geschoben haben“, erklärt Andrea Grahn-Schürmann von Greven Marketing.

Das übergeordnete Ziel dieser Projekte sei es, die Menschen wieder in die Innenstadt zu holen und diese erlebbarer zu machen. „Aber das soll nicht nur in der jetzigen Corona-Zeit das Ziel sein“, verdeutlicht Grahn-Schürmann. Wie sagt man so schön: Die Projekte sollen durchaus nachhaltig sein. Einige Ideen sind schon umgesetzt, andere noch in der Planung. Grob gesagt geht es um vier Projekte.

Das erste Projekt gibt es seit Anfang diesen Monats schon: den „stummen“ Stadtführer. „Das ist eine Broschüre mit angehängtem Stadtplan, der es dem Besucher oder auch einem Neubürger ermöglichen soll, auch ohne fachkundige Begleitung die Sehenswürdigkeiten und versteckten Ecken der Stadt kennenzulernen“, erklärt Grahn-Schürmann. Der Routenverlauf sei etwa drei Kilometer lang. Die Broschüre, die es ab sofort kostenlos bei Greven Marketing gibt, sei zum größten Teil mit Fördergeldern des Landes finanziert worden. „Wir selbst haben ja derzeit so gut wie keine Einnahmen mehr.“

Aber: Ist eine Broschüre nicht irgendwie mächtig oldschool? Grahn-Schürmann lacht. „Wir hoffen, dass wir das auch in digitaler Form hinbekommen, an einer entsprechenden App wird derzeit gearbeitet“, beruhigt sie den Skeptiker.

Beim nächsten Projekt geht es um Geocaching, also eine Art moderne Schatzsuche oder Schnitzeljagd. „Der Ratsherr Stevens Gomez, der wohl in diesem Bereich ganz aktiv ist, hat uns diese Anregung gegeben“, sagt Grahn-Schürmann. Beim Geocaching müssen, geführt per GPS-Daten, Schätze geborgen und Rätsel gelöst werden. Das Outdoor-Spiel hat viele Anhänger. „Da kommen viele Menschen in unsere Stadt, die noch nie hier gewesen sind.“ Und deshalb habe man ein paar neue Geocaches in der Grevener Innenstadt angelegt. Wo, das darf sie nicht erzählen. „Diese Caches darf man nicht verraten, da gibt es strenge Regeln in der Community.“

Auch beim dritten Projekt, dem Open-Air-Escape-Room für Kinder und Familien, geht es darum Aufgaben zu lösen. Und jetzt kommt der Bürgermeister ins Spiel. Denn der muss von den Teilnehmern dieses Open-Air-Escape-Rooms gerettet werden. „Dieses Projekt ist als eine Art digitale Stadtrallye angelegt. Die Software dazu, sowie ein Rucksack voller Detektiv-Utensilien kann bei uns erworben werden, um die Aufgabe zu lösen“, erklärt Grahn-Schürmann den Plan.

Der Rucksack für vier Personen mit Verpflegung und allem anderen, was Detektive so brauchen, werde rund 13 Euro kosten. Aufgabe der Spürnasen-Spezialeinheit ist es, den neuen Fall schnellstmöglich zu lösen und – zurück zum Anfang – den Bürgermeister zu retten. Natürlich müssen die Teilnehmer dabei kreuz und quer durch die Innenstadt laufen und sich so, nach dem Lösen des Rätsels, den Lösungs-Code zu holen, um einen kleinen Preis zu ergattern zu können. „In der App gibt es auch Videos vom Bürgermeister, vom Pfarrer und vom Heimatverein“, verrät Grahn-Schürmann und kommt ohne Umschweife zum letzten Projekt.

Das ist noch im Werden. Es steht unter dem Motto „Innenstadtbunter“, dabei geht es – wie sich beim Motto erraten lässt – darum, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern die Innenstadt bunter zu gestalten. „Wir haben da insgesamt sechs Projekte angestoßen“, sagt Grahn-Schürmann und nennt die Stichwörter „Schaufenster bunter“, „Stromkästen und Infovitrinen bunter“, „3D-Bilder“, „Skulpturen in der Innenstadt“, „Begrünung“ und „Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche“. „Aber daran arbeiten wir zur Zeit noch.“

Bleibt nur zu hoffen, dass der Bürgermeister demnächst auch wirklich gerettet wird. Denn eine Stadt so ganz ohne Vorsänger – das ist doch auch nix . . . .

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