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Unterstützung für Rettungsdienste

Notfallplaketten an 150 Bänken

Greven/Reckenfeld

150 Bänke in Greven werden mit nummerierten Plaketten ausgestattet, so dass Passanten im Notfall rasch Hilfe zum Einsatzort lotsen können. Der Heimatverein hat mitgeholfen, Bänke und Standortdaten zu erfassen. Aktuell erfolgen letzte Abstimmungen mit den Rettungsdiensten.

Oliver Hengst

Bänke im ganzen Stadtgebiet – hier ein Standort nahe des Reckenfelder Kirchplatzes – sollen mit Notfallplaketten ausgestattet werden. Der Heimatverein Greven half mit, die Bänke nebst genauem Standort zu erfassen. Foto: Oliver Hengst

Man stelle sich vor: Beim Spaziergang erleidet man einen Schwächeanfall oder spürt plötzlich fiese Schmerzen in der Brust. Und dann kann man dem eilig angerufenen Notdienst nichtmal sagen, wo man sich eigentlich aufhält.

Ein Albtraum, der künftig möglichst selten Wahrheit werden soll. Denn rund 150 Bänke im Grevener Stadtgebiet werden mit Plaketten ausgestattet, so dass Passanten in Notfällen präzise angeben können, wo sie sich befinden. Dies soll die Anfahrt für die Rettungskräfte vereinfachen und somit eine wichtige Zeitersparnis bringen. Denn wenn es darauf ankommt, kann im Zweifel jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden.

Für diesen Zweck ist bereits ein Standortkataster der Bänke erstellt worden. Das teilte Bürgermeister Dietrich Aden (CDU) kürzlich im Bezirksausschuss Reckenfeld mit, wo es unter anderem um eine Forderung des Reckenfelder Bürgervereins ging, Bänke mit entsprechenden Markierungen zu versehen. Dieses Kataster befinde sich „derzeit in der letzten Abstimmung mit dem Rettungsdienst der Feuer- und Rettungswache Greven und der Kreisleitstelle“, erläuterte der Bürgermeister.

Der Verwaltungschef dankte ausdrücklich dem Heimatverein Greven, der dabei geholfen habe, rund 150 Bänke in Greven nebst genauem Standort zu erfassen. „Diese Standorte werden nun bei der Kreisleitstelle eingepflegt, so dass im Notfall der Standort ohne zeitliche Verzögerung vom Notarzt und Rettungswagen angefahren werden kann“, erläuterte Aden. An den Bänken werde jeweils ein deutlich sichtbareres Schild angebracht, das die Banknummer und eine Notruf-Nummer enthalte. „Insofern sind wir da auf einem ganz guten Weg“, sagte Aden.

Wer also einen medizinischen Notfall in Sichtweite einer solchen Bank erleidet oder Zeuge eines solchen wird kann beim Absetzen des Notrufes (112) die jeweilige Banknummer angeben, ohne nach Straßenschildern suchen zu müssen. Speziell im Außenbereich, aber nicht nur dort, kann das eine sehr wertvolle Hilfe sein. Die Leitstelle kann die Rettungskräfte mit Hilfe der digital hinterlegten Standortdaten sehr präzise und entsprechend rasch zum Einsatzort lotsen.

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